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Aktualisiert: vor 10 Minuten 28 Sekunden

Renault Clio Erlkönig erstmals gesehen

Di, 03/07/2018 - 14:04

2012 wurde der aktuelle Renault Clio vorgestellt und rangiert seitdem in den oberen Toppositionen im europäischen Kleinwagensegment. Heute wurde der brandneue Clio während einer Testfahrt in Spanien gesichtet. Optische scheint sich der Kleine Clio dem größeren Bruder Renault Megane anzunähern mit einer angesenkten Motorhaube um das Gesicht des Stadtflitzers aggressiver und herausfordernder aussehen zu lassen.

Sportlicher und frecher: Renault Clio

Renault Clio.
Copyright: Automedia

Der Clio gehört zu den vielseitigsten Fahrzeugen seiner Klasse. Im sich diesen Ruf zu weiterhin sicher wurde der Radstand vergrößert um das Platzangebot in der Fahrgastzelle zu verbessern. Dennoch bleibt die Gesamtlänge bzur aktuellen Baureihe identisch. Mit einer kecken Dachlinie und einer geringeren Gesamthöhe wirkt dieser Prototyp des Clio überraschend sportlich.

Unter der Motorhaube befindet sich aller Wahrscheinlichkeit nach Renault’s leistungsstärkste Version des 1.3-Liter Motors, der 150 PS leisten kann, wenn nicht noch mehr. Dieses Aggregat stammt aus einer Kooperation zusammen mit Mercedes-Benz. Die Beschleunigung von Null auf 100 Stundenkilometer soll bei Acht Sekunden liegen.

Es ist unwahrscheinlich, das Renault den1.5 Liter dCi aus dem Programm nehmen wird, wird dieser Motor doch von den Kunden am häufigsten geordert. Im Unterschied dazu, könnte der 0.9-Liter Motor ersetzt werden durch einen 1.0-Liter Antrieb mit Turboladung. Beim Getriebe bleiben eine manuelle Fünf-Gang beziehungsweise Sechs-Gang-Schaltung oder die EDC-Automatik verfügbar.

Möglicherweise könnte eine Hybrid-Version mit ins Sortiment aufgenommen werden. Der kommende Crossover-Bruder Captur soll sogar mit einem Plugin-Hybrid erhältlich sein.

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Der Smart wird 20: Happy Birthday, Kleiner!

Di, 03/07/2018 - 13:32

Kinder, wie die Zeit vergeht: Kaum schaut man sich um, ist auch der Smart ein Twen. Vor 20 Jahren wurde das neue Fahrzeug-Konzept aus der Taufe gehoben. Mittlerweile ist es aus unserem Straßenbild nicht mehr wegzudenken.

Spitzenreiter beim Wendekreis und stark beim Body Space Index

Elektrisch in die Zukunft: Wie der aktuelle EQ Forfour werden ab 2020 alle Smarts von E-Motoren angetrieben.
Copyright: Rudolf Huber / mid

Wer vor zwei Jahrzehnten mit den ersten in Deutschland ausgelieferten 2,50-Meter-Zweisitzern unterwegs war, konnte sich über mangelnde Aufmerksamkeit nicht beschweren. Wo immer der kleine Flitzer auftauchte, war er von Neugierigen umringt. Das hat sich längst geändert, und zudem ist der Kleine, mittlerweile in dritter Generation auf dem Markt, auch ein bisschen gewachsen. Mehr als 2,2 Millionen Smart wurden bisher verkauft. „Die Idee hat sich durchgesetzt“, heißt es bei der jungen und unternehmungslustigen Daimler-Tochter.

Nachdem der Smart Fortwo zunächst nur in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern angeboten wurde, ist er heute in 46 Ländern weltweit zu haben. Auf dem Heimatmarkt ist er aber ganz besonders erfolgreich, Smart-Interessenten müssen aktuell sehr lange auf ihren neuen Begleiter warten. 2014 kam die aktuelle Generation auf den Markt. Mit einer ganzen Reihe von Verbesserungen und einem mutigen Schritt: Das typische Heckmotor-Konzept wird seitdem auch im viersitzigen Smart Forfour angeboten.

Die Zeichen stehen bei Smart auf Elektroantrieb

Beide Versionen bieten durch kurze Überhänge, geringe Länge und großen Lenkeinschlag ideale Voraussetzungen, um flink in jede Parklücke und um jede Ecke zu kommen. Ein Beispiel: Beim Wendekreis markiert der Smart Fortwo mit 6,95 Meter von Bordstein zu Bordstein eine Bestmarke. Zugleich glänzen die Kleinstwagen mit ihrem Body Space Index, der das Verhältnis von Innen- zu Außenlänge beschreibt.

Der erste Forfour war eine Kooperation mit Mitsubishi und wurde von 2004 bis 2006 gebaut.
Copyright: Daimler

Seit 2017 sind alle drei Karosserieversionen – also auch das Cabrio – auch mit elektrischem Antrieb zu haben. Und die Zukunft der smarten Marke steht ganz im Zeichen des Stroms: Seit 2017 ist Smart in den USA, Kanada und Norwegen nur noch elektrisch unterwegs, ab 2020 soll es auch in Deutschland und Westeuropa ausschließlich batterieelektrisch betriebene Modelle geben. Der Rest der Welt soll kurz darauf folgen.

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Nissan und Italdesign feiern mit Designstudie Geburtstag

Di, 03/07/2018 - 12:26

Nissan und Italdesign präsentieren zum zeitgleichen 50. Unternehmsjubiläum den Prototypen GT-R50. Das Modell basiert auf dem Nissan GT-R NISMO und wird ab Juli 2018 in Europa vorgestellt. Italdesign hat das Auto entwickelt, konstruiert und gebaut. Das Exterieur- und Interieur-Design stammt von Nissan Design Europe in London und von Nissan Design America. Der handgefertigte 3,8-Liter-Biturbo-Motor soll geschätzt 720 PS leisten und ein maximales Drehmoment von 780 Newtonmetern entwickeln.

Volle Power auf die Straße bringen

Nissan GT-R50 by Italdesign.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Nissan

Der Motor weist unter anderem optimierte, großvolumige GT3-Turbolader und größere Ladeluftkühler sowie eine Hochleistungs-Kurbelwelle auf. Die Modifikationen betreffen außerdem Kolben, Pleuel und Lager, Hochleistungs-Kolbenöldüsen, überarbeitete Nockenwellen-Profile, Einspritzdüsen mit höherem Durchfluss sowie optimierte Zünd-, Ansaug- und Abgassysteme. Ein verstärktes sequenzielles Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und stärkere Differenziale sowie Antriebswellen lenken die Kraft auf alle vier Räder.

Auch die Aufhängung wurde überarbeitet, zum Einsatz kommt das stufenlos einstellbare Bilstein-Dämpfersystem DampTronic I. Für Verzögerung sorgen vorn Sechskolbenbremsen und hinten Vierkolbenbremsen von Brembo, die über leuchtend rote Bremssättel verfügen. Die Michelin Pilot Super Sport Reifen in der Dimension 255/35 R21 vorn und 285/30 R21 hinten bieten den notwendigen Grip, um die Leistung des Motors auf die Straße zu bringen.

Goldelemente und Kohlefaser bestimmen das Design

Nissan GT-R50 by Italdesign.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Nissan

Das Design wird vor allem durch Goldelemente, den Einsatz von Kohlefaser und hochwertige Innenraummaterialien bestimmt. In der Seitenansicht sticht die um 54 Millimeter abgesenkte Dachlinie heraus.

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Mazda RX-7: Vor 40 Jahren drehte der Wankel-Bestseller auf

Di, 03/07/2018 - 12:24

Seine spektakuläre keilförmige Sportwagensilhouette wurde nur durch seinen besonders kompakten, flachen Motor möglich – im Frühsommer 1978 startete der Mazda RX-7 seine fast einsame Erfolgsstory als Sportwagen mit dem Kreiskolben-Motor. Fast eine halbe Million Einheiten wurden von dem legendären Sportler verkauft. Damit ist er bis heute das meistproduzierte Fahrzeug mit einem Kreiskolben-Motor und trotz einer eindrucksvollen Motorsportkarriere mit mehr als 100 Siegen fast ein Unikum.

Außen wie innen ein innovatives Konzept

Mazda-Historie: Mazda RX-7 von 1978.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Mit dem avantgardistisch gestalteten 2+2-Sitzer mit Klappscheinwerfern setzte Mazda alles auf Anfang für einen mutigen Neustart mit dem unkonventionellen Kreiskolben-Motor. Auf Hubkolben und Zylinder kann dieser Motor verzichten. Das Auf und Ab der Kolben ersetzten hier rotierende Dreiecke mit besonders gewölbten Seiten. Außergewöhnlich vibrationsarmer Lauf, minimale Lärmemissionen, geringes Gewicht und die platzsparende Bauweise zählten zu den Vorteilen dieses Konzepts. Entwickelt hatte es Felix Wankel, der seinen Motor bereits in den 1950er Jahren bei dem deutschen Hersteller NSU erstmals auf dem Prüfstand laufen ließ.

Als weltweit erstes Serienfahrzeug mit Zwei-Scheiben-Wankel ging aber 1967 der Mazda Cosmo Sport 110 S in Produktion. Bis Mitte der 1970er Jahre wurden rund 900 000 Mazda-Modelle mit Kreiskolben-Motoren verkauft: Dann beendete die erste Energiekrise diese ersten Ansätze für eine Erfolgsstory. Für die Mazda-Ingenieure war die Herausforderung, den Kreiskolben-Motor im Rahmen des Entwicklungsprojekts Phoenix zu neuer Effizienz zu führen.

Der RX-7 hängte selbst den Porsche 924 ab

Schlafaugen waren mal modern: Mazda RX-7 von 1979.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Prien

Im Sportwagen Mazda RX-7 konnte der nun um 40 Prozent effizientere, weiterentwickelte Motor des Typs 12A seine konstruktiven Vorteile erstmals ausspielen. Der flach gebaute, 4,29 Meter lange Mazda RX-7 war ganz auf den kompakt gebauten Zwei-Scheiben-Motor zugeschnitten. Anfangs genügten dem dank konsequenten Leichtbaus nur 1045 Kilogramm wiegenden Coupés mit großer gläserner Heckklappe bereits 105 PS (77 kW) für veritable Sportwagen-Fahrleistungen. Ab 1981 waren es dann 115 PS (85 kW), die den RX-7 über 200 km/h schnell machten und in 8,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten ließen. Mit solchen Werten düpierte er auch deutlich leistungsstärkere Sportwagen. Und in Nordamerika bezwang er in den Verkaufsstatistiken zeitweise sogar seinen härtesten Rivalen, den Porsche 924.

Von der Zuverlässigkeit des Kreiskolben-Renners sollte die 80 000-Kilometer-Garantie überzeugen, die in den USA angeboten wurde. Seine ultimative sportliche Bewährungsprobe bestand der RX-7 1981 bei den 24 Stunden von Spa. Gegen die gesamte Hubkolben-Konkurrenz errang er auf dem Ardennenkurs den Gesamtsieg. Für die internationale Motorsportwelt war die Zuverlässigkeit des 8000 Umdrehungen entwickelnden Kreiskolben-Motors eine Sensation, denn Lebensdauer zählte ursprünglich nicht zu den Eigenschaften des Wankel-Motors.

In Amerika avancierte der RX-7 zum Überflieger

Mazda RX-7 (1979).
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Zum echten Überflieger avancierte der RX-7 in den amerikanischen IMSA GTU-Serien, wo er von 1980 bis 1984 fünf Meisterschaften in Folge und über 100 Siege errang. Auch ein Weltrekord fuhr der Kreiskolben-Japaner ein. Ein spezieller RX-7 schaffte 1978 auf dem Salzsee von Bonneville in den USA mit 296 km/h einen Klassenbestwert. In Europa fuhr der RX-7 zwei Meistertitel in der britischen Tourenwagenserie BTTC ein. Hinzu kamen mehrere Starts bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans, die den Gesamtsieg des Mazda 787B an der Sarthe im Jahr 1991 und ein Podiumsplatz bei der Rallye Akropolis 1985 als Gruppe-B-Sieger.

Bemerkenswerte Produktionszahlen erreichte der ab 1979 in Deutschland angebotene RX-7 schon 1978. Mit einem roten RX-7 feierte Mazda in seinem Stammwerk im japansichen Hiroshima die Auslieferung des einmillionsten Fahrzeugs mit einem Kreiskolben-Motor. Mit insgesamt 478 565 Einheiten ist der bis 1985 gebaute RX-7 erster Generation (interne Serienbezeichnung SA22C/FB2) das weltweit meistproduzierte Modell mit Kreiskolben-Motor überhaupt.

Selbst als offene Version erhältlich

In Deutschland genügten dem RX rund 6000 Einheiten für Platz eins unter den Sportcoupés mit Zwei-Scheiben-Wankel. Den Reiz des Besonderen bekam der Mazda auf dem deutschen Markt aber auch als erstes Cabriolet mit Kreiskolben-Motor, verwirklicht vom deutschen Karossier Küwe in Kooperation mit dem Umbauspezialisten Lorenz. Tatsächlich sah der RX-7 mit vollversenktem Verdeck verführerisch aus, allerdings kostete er fast doppelt so viel wie ein Coupé, was seinen Erfolg in engen Grenzen hielt.

Selten ist auch der Mazda RX-7 Turbo vom britischen Tuner Elford Engineering. Insgesamt 540 Mazda RX-7 rüstete Elford mit einem Garrett Air Research-Turbolader aus und steigerte so die Leistung des Kreiskolben-Motors so auf 118 PS. Derart geschärft konnte es der RX-7 in den Beschleunigungswerten mit manchem Sportwagen aufnehmen. Das gilt noch mehr für den 165 PS (121 kW) starken RX-7, mit dem sich Mazda ab 1983 in Nordamerika bei den Kunden für die Karriere des Klappscheinwerfer-Sportwagens bedankte. Nach Europa wurde dieser Turbo offiziell nicht exportiert – mit einer einzigen Ausnahme: Im Jahr 1984 übergab Mazda ein Exemplar an Felix Wankel, den genialen Entwickler des Kreiskolben-Motors.

Vom RX-7 gab es noch eine zweite und eine dritte Generation

Letzter Nachfolger des RX-7: Mazda RX-8.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Mazda hat danach zuletzt noch mit dem RX-8 am Kreiskolben-Motor festgehalten. Durchsetzen konnte sich das Konzept aber auch bei der eigenen Marke nicht. Erleben lässt sich die Faszination des Mazda-RX-7-Motors heute dennoch, wenn auch im Stand bei der Ausstellung „Mazda Classic – Automobil Museum Frey“. Mitten in der Augsburger Innenstadt lässt dieses Museum in einem historischen Straßenbahndepot die Meilensteine der 100-jährigen Unternehmensgeschichte von Mazda lebendig werden. 40 Jahre Mazda RX-7 feiert die Ausstellung mit einer Sportschau: Ob Serien-Sportwagen, Elford Turbo, Küwe Cabriolet, Rallye-Boliden oder der persönliche RX-7 von Felix Wankel – fast alle Versionen sind hier vereint. Ebenso dabei sind die RX-7 der zweiten und dritten Generation.

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Mercedes-Benz GLE Coupé Erlkönig erspäht

Di, 03/07/2018 - 11:36

Das GLE Coupé von Mercedes-Benz hatte seine Markteinführung 2015 und basierte seinerzeit noch auf der Plattform der Mercedes M-Klasse. Auch wenn sein Aussehen die Gemüter polarisiert, gehört er zu den gefragtesten SUVs. Auch der 5.5-Liter AMG-Motor hat dazu seinen Teil beigetragen.

Viel will Mercedes über das GLE Coupé nicht enthüllen

Mercedes-Benz GLE Coupé.
Copyright: Automedia

Diesmal konnte die zweite Generation von allen Seiten und Blickwinkeln fotografiert werden als der Prototyp die Zentrale in Stuttgart für eine Testfahrt verließ. Es scheint sicher zu sein, dass das neue GLE Coupé 2019 seine Markteinführung erleben wird. Zu seinen natürlichen Kontrahenten gehören der BMW X6 und der kürzlich vorgestellte Audi Q8.

Die mit reichlich Tarnfolie zugeklebte Karosserie unterscheidet von der Standard GLE-Klasse, deren neue Generation ebenfalls 2019 vorgestellt werden wird. Die Fahrgastzelle wirkt etwas gedrungener und auch die abfallende Dachlinie samt Heckspoiler wird wohl auch diesmal wieder die Geister scheiden. Aber Angesichts der hohen Popularität des GLE Coupé kann sich Mercedes dieses non-konformistische Design leisten.

Ein AMG-Upgrade kommt natürlich auch

Mercedes-Benz GLE Coupé.
Copyright: Automedia

Unter der Motorhaube wird der 5.5-Liter AMG-Motor standardmäßig von einem 4.0-Liter Aggregat ersetzt. Sicherlich wird es Motorisierungvarianten geben die leitungsmäßig darüber hinaus gehen werden. Vorstellbar sind Reihen-Sechs-Zylinder mit mindestens Drei Liter Hubraum mit Turboladung. Erstmal soll auch ein Diesel mit an Bord sein, der die Typenbezeichnung GLE 400d Coupé erhält und 340 PS leistet. Man darf gespannt sein, welche Äquivalente Audi und BMW anzubieten haben.

Sicherlich wird es auch ein GLE Coupé 450/43 von AMG geben, das vermutlich das gleiche Antriebsaggregat bekommen wird, welches man schon aus dem CLS 53 kennt.

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BMW X4: Vom Zauber der geraden Zahl

Di, 03/07/2018 - 07:55

Das Marketing hat seine ganz eigene Zahlenmystik. Ein Beispiel dafür stellt der neue BMW X4. Gerade Zahlen haben etwas Glattes und Elegantes. Bei den ungeraden Zahlen bringt allein der Begriff „ungerade“ das Unterbewusstsein ins Stolpern. Nicht, dass ein BMW X3 einen Grund für irgendein Stolpern lieferte, aber X4 klingt doch nach mehr als nur einen Schritt nach oben. Die 4 spricht für den gehobenen Anspruch an das Gesamtpaket Auto mit Leistung, Design, Qualität und Lebensgefühl, so wie die Zwei, die Sechs und die Acht im Hause BMW für die geadelten Versionen der Modelle stehen.

Drängt sich nach vorn und macht was her

BMW MX40d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Was das im wirklichen Leben bedeutet, erschließt sich uns, als wir den BMW X4 neben einen BMW X3 stellen. Der X3 ist ein allseits respektiertes SUV – oder in der BMW-Nomenklatur SAV für Sports Activity Vehicle – auf der Höhe der Zeit. Aber neben dem X4 wirkt er braver und nützlicher als ohne den neuen Nachbarn. Der X4 wirkt dynamischer, leistungsorientierter, großzügiger, schneller und auf angenehme Weise auch aufdringlicher. Er drängt sich nach vorn und „macht was her“.

Wir erlebten den BMW X4 jetzt dort, wo er gebaut wird – im US-Staat South Carolina mit dem BMW-Werk in Spartanburg. Wir fuhren den BMW X4 iDrive30i und den BMW MX40d – die beide ein weiteres Beispiel für die Zahlenmystik des Marketings liefern. Die 30 Stand früher für einen Drei-Liter-Sechszylindermotor, heute zeigt die Zahl nur noch, dass diese Variante stärker ist als die mit der Zahl 20. Beim Motor sind sie alle gleich: ein Zwei-Liter-Vierzylinder in vielen Leistungsstufen. Bei den 40gern sieht es nicht anders aus. Auch hier fand ein Downsizing statt von dem Achtzylinder mit knapp vier Litern Hubraum auf drei Liter in nur noch sechs Zylindern.

MX40d ist das wohl stimmigste Paket

BMW MX40d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Da wir uns auf den Benziner konzentrieren wollen, hier nur so viel zum MX40d mit seinem 326 PS (240 kW) starken Reihen-Sechszylinder-Diesel: Leistungsmäßig fehlen die zwei Zylinder und der größere Hubraum nicht. Der Diesel schiebt den rund 150 kg schwereren M mit Wucht in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Und das mit einem Klang, der den Achtzylinder vergessen lässt. Weil der Sound den rechten Eindruck von Leistung schafft, lassen die M mehr davon in den Innenraum – genau recht, zum Anheizen der M-Emotionen. Auch auf das Fahrverhalten können sie stolz sein. Wer ihn reizt, vergisst schnell, dass er in einem Hochcoupé sitzt. Einmal ehrlich, bevor wir uns wieder in normalere Ebenen begeben: Der MX40d ist vermutlich das stimmigste Paket, dass BMW beim X4 gepackt hat, eine beeindruckende Kombination aus Fahrkomfort, souveräner Kraftentfaltung und Alltagsnutzen für die ganze Familie, die es sich leisten kann.

Aber zurück auf dem Boden der Tatsachen ohne M stellt sich heraus, hier lebt und fährt es sich ebenfalls gut mit dem X4. Für den Verkaufsstart und kurz danach stehen drei Otto- und vier Dieselmotoren zur Auswahl. An der Spitze des Programms stehen zwei BMW M Performance-Modelle: der BMW X4 M40d und der BMW X4 M401 mit dem 360 PS (265 kW) starken Reihensechszylinder-Benziner. Im BMW X4 xDrive30d mobilisiert ein weiterer Reihensechszylinder-Diesel 265 PS (195 kW). Bei den Vierzylindern stehen zwei Diesel mit 231 PS (170 kW) im BMW X4 xDrive25d und mit 190 PS (140 kW) im BMW X4 xDrive20d zur Wahl sowie zwei Benziner mit 252 PS (185 kW) im BMW X4 xDrive30i und 184 PS (135 kW). Alle Modellvarianten werden mit einem Acht-Gang-Steptronic-Getriebe mit Schaltwippen sowie mit dem Allradantrieb BMW xDrive angeboten.

Ausdrucksstarker Athlet

BMW X4 30i.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Ein BMW muss in seinem Äußeren Dynamik und souveräne Präsenz zeigen. Innerhalb der X-Familie übernimmt der X4 dabei die Rolle des ausdrucksstarken Athleten. Mit einer im Vergleich zum Vorgängermodell um 81 auf 4752 Millimeter gewachsenen Außenlänge, einem um 54 auf 2864 Millimeter erweiterten Radstand und einer um 37 auf 1918 Millimeter gesteigerten Breite zeigt er gestreckte Proportionen. Doppelscheinwerfer mit LED-Technik und die horizontal ausgerichteten Nebelscheinwerfer bilden mit der charakteristischen „Niere“ eine neue Interpretation des Sechs-Augen-Gesichts. Die kräftige Schulterpartie wird von dem im Heckbereich eingezogenen Greenhouse zusätzlich betont. Die coupétypische Dachlinie bringt Geschwindigkeit in die Silhouette. Horizontale Linien, die dreidimensional geformten, aus dem Fahrzeugkörper heraustretenden LED-Leuchten und die zweibordigen Endrohre der Abgasanlage betonen die Breite des Hecks.

Der Innenraum zeigt das gewohnte Bild von dynamischen Elementen wie dem auf den Fahrer orientierten Cockpit und Premium-Ambiente mit hochwertigen Materialien in vorbildlicher Verarbeitung. Die leicht erhöhte Sitzposition sorgt für ein souveränes Fahrerlebnis. Neugestaltete Sportsitze mit kräftigen Seitenwangen und Kniepads an der Mittelkonsole unterstreichen die Sportlichkeit. Große Ablagen, geräumige Türtaschen, Cupholder und Staufächer gehören zu den Eigenheiten eines SUV/SAV. Im Fond bieten die drei Sitzplätze mehr Beinfreiheit. Die Fondsitze lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen. So lässt sich der Stauraum von 525 auf bis zu 1430 Liter erweitern.

Mehr Agilität und Fahrkomfort als der kleine Bruder

BMW MX40d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Das Anzeige- und Bediensystem „iDrive“ umfasst ein freistehendes Control-Display, das gegen Aufpreis 10,25 Zoll misst und eine Touchscreen-Funktion bietet. Die weiterentwickelte Sprachsteuerung befolgt nun auch frei formulierte Anweisungen. Ebenfalls gegen Aufpreis erhältlich: die Gestiksteuerung, das multifunktionale Instrumentendisplay und die jüngste Generation des BMW Head-Up Displays.

Mit seinem auf das SAV abgestimmten Fahrwerk und dem im Vergleich zum BMW X3 tieferen Schwerpunkt bietet der X4 mehr Agilität und zugleich mehr Fahrkomfort. Neben dem M-Sportfahrwerk und der „Performance Control“ gehört auch die Variable Sportlenkung zur Serienausstattung. Beim Fahrwerk, beim Karosseriebau sowie bei weiteren Komponenten gelang eine Gewichtsreduzierung gegenüber dem Vorgänger von 50 kg. Auch die Aerodynamik wurde optimiert bis hin zum Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 – einem Spitzenwert im Wettbewerbsumfeld.

Auch bei den Assistenzsystemen ging die Entwicklung weiter. Das Sicherheitspaket „Driving Assistant Plus“ beinhaltet jetzt die neue Generation der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion, den Lenk- und Spurführungsassistenten, den Spurhalteassistenten mit aktivem Seitenkollisionsschutz sowie die Querverkehrs- und die Kreuzungswarnung. Zum neuen „Parking Assistant Plus“ gehören auch die Funktionen Top View, Panorama View und 3D View. Auf Wunsch sind außerdem eine WLAN-Hotspot Vorbereitung zur schnellen Online-Anbindung von digitalen Endgeräten und die Option Telefonie mit induktivem Aufladen von geeigneten Smartphones erhältlich. Als erster Fahrzeughersteller bietet BMW mit Microsoft Office 365 eine sichere Serveranbindung für den Austausch und die Bearbeitung von Mails, Kalendereinträgen und Kontaktdaten.

Technische Daten BMW X4 iDrive30i Länge x Breite x Höhe (in m) 4,75 x 1,92 x 1,62 Radstand (m) 2,86 Motor Vierzylinder-Benziner, 1998 ccm, Turbo, Direkteinspritzung Leistung 252 PS (185 kW) von 5200 – 6500 U/min Max. Drehmoment 350 Nm von 1450 -bis 4800 U/min Höchstgeschwindigkeit 240 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 6,3 Sek. ECE-Durchschnittsverbrauch 7,3-7,2 Liter CO2-Emissionen(Normverbrauch) 168-164 g/km (Euro 6) Leergewicht / Zuladung min 1720 kg / max. 680 kg Kofferraumvolumen 525 Liter, erweiterbar bis 1430 Liter Räder / Reifen 7J x 18 / 225/69 R 18 194 W Xl Wendekreis 12,1 m Luftwiderstandsbeiwert 0,3

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Abarth 695 Rivale: Yacht-Beiboot für den Landausflug

Mo, 02/07/2018 - 08:21

Was für Mercedes AMG, für Audi die Sport GmbH oder BMW die M GmbH ist für Fiat die Marke Abarth: sportlich getunte Serienfahrzeuge mit mehr Power und veredelter Ausstattung zum exklusiven Preis. Zehn Jahre nach dem Comeback unter dem Dach der Fiat Chrysler AG hat sich das Portfolio der italienischen Traditionsmarke mit dem Skorpion-Logo inzwischen breit aufgefächert. Grundlage dafür sind die Fiat-500-Modelle und nun auch der aktuelle Spider. Vor allem die Sonderserien bestechen durch Exklusivität und Eleganz. Jüngste Kreation: der formschöne Abarth 695 Rivale, eine Kooperation mit dem berühmten italienischen Yachtbauer Riva als vierrädriges Beiboot für den Landausflug.

Maritimer Look

Abarth 695 Rivale.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Frank Wald

Zu erkennen ist die Sonderserie, sowohl als Coupé wie Cabrio zu haben, an der auffälligen Zweifarb-Lackierung. Angelehnt an die typische Riva-Bootsoptik wird der obere Bereich in Dunkelblau und der untere in Grau durch eine auf Hüfthöhe rundum laufende feine Doppellinie in Aquamarin unterteilt. Die Türgriffe und eine Heckleiste in satiniertem Chrom, ein „695-Rivale“-Schriftzug auf Heckklappe und Kotflügeln sowie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen samt Hochglanzlackierung sorgen für das entsprechende Finish.

Auch der Innenraum präsentiert sich im maritimen Look. Integralsitze und Seitenverkleidungen sind ebenfalls mit blauem Leder bezogen, die Armaturentafel ab Werk in Carbonoptik ist gegen Aufpreis (790 Euro) auch in Echtholz zu haben. Dann schmeicheln Armaturenabdeckung, Einstiegsleisten sowie der Golfball-Schaltknauf Augen und Händen mit Mahagoni und Ahorn-Intarsien. Wer zufällig im Besitz einer Riva-Yacht ist, kann deren Namen auf einer handgefertigten Plakette mit Produktionsnummer im Mittetunnel eintragen lassen. Notfalls tut’s natürlich auch der eigene Name. Kontaktfreudig zeigte sich das Infotainmentsystem Uconnect, serienmäßig mit Sieben-Zoll-HD-Touchscreen, das via Apple Carplay und Android Auto die gängigen Smartphones integriert. Ein integriertes Navi-System kostet 490 Euro extra, ein 480 Watt starkes Beats-Soundsystem 690 Euro.

Leider nur fünf Gänge, gegen Aufpreis aber automatisiert

Abarth 695 Rivale.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/FCA

Angetrieben wir der 695 Rivale von einem 1,4-Liter-Turbobenziner mit 180 PS. Damit ist der kultige Kleinwagen durchaus flott zu bewegen. Wenn’s sein muss, erreicht er in 6,7 Sekunden Tempo 100 und wird bis maximal 225 km/h schnell. Doch am Lenkrad des 1045 Kilogramm schweren Gefährts fühlt sich das trotz 250 Newtonmetern Drehmoment zunächst noch eher verhalten an. Erst wenn man den Sport-Button drückt, scheint das Riva-Beiboot einen zusätzlichen Außenborder zu aktivieren. Lenkung und Gasannahme werden spürbar direkter und auch die Akrapovic-Abgasanlage mit Endrohren aus Kohlefaser sprotzt nun unüberhörbar im Takt des manuellen Fünf-Gang-Getriebes. Mehr Gänge gibt’s leider nicht, für 1300 Euro Aufpreis aber immerhin auch automatisiert und mit Schaltwippen am Lenkrad.

Serienmäßig eingebaut sind dagegen Brembo-Hochleistungsbremsen mit schwarz lackierten Sätteln, die ordentlich zupacken können, sowie Koni-Stoßdämpfer mit FSD (Frequency-Selective Damping), die ein präzises Feedback zum Untergrund geben, zugleich aber auch die gröbsten Verwerfungen und Querfugen im Asphalt filtern.

Exklusiver Auftritt und exklusive Preise

Abarth 695 Rivale.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/FCA

Ebenso exklusiv wie der Auftritt der Fiat 500 mit dem Skorpion-Logo auf Front und Heck sind allerdings auch die Preise. Der Abarth 695 Rivale ist als Coupé nicht unter 28 000 Euro zu haben, die Cabrio-Version kostet noch einmal 2000 Euro mehr. Mit den Aufpreisen für das Mahagoni-Paket, Automatik, Navi- und Soundsystem sowie für Bi-Xenon-Scheinwerfer (990 Euro) oder einem elektrischen Glasschiebedach für das Coupé (990 Euro) erreichen die Kleinwagen das Niveau eines anständig ausgestatten Mittelklasseautos.

Im Vergleich zum schwimmenden Gegenstück aber, dass der namensgebende Kooperationspartner in seiner Werft in Sarnico vom Stapel laufen ließ, auch wiederum ein Schnäppchen. Die entsprechende Yacht 56 Rivale kostet knapp zwei Millionen Euro.

Technische Daten Abarth 695 Rivale Länge x Breite x Höhe (m) 3,66 x 1,65 x 1,49 Radstand (m) 2,3 Motor 4-Zylinder-Turbobenziner, 1368 ccm Leistung 132 kW / 180 PS bei 5500 U/min Max. Drehmoment 250 Nm bei 3000 U/min Höchstgeschwindigkeit 225 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 6,7 Sek. Antriebsart Vorderrad ECE-Durchschnittsverbrauch 6,0 Liter Effizienzklasse E CO2-Emissionen 139 g/km (Euro 6) Leergewicht / Zuladung min. 1095 kg / max. 165 kg Kofferraumvolumen k.A. Max. Anhängelast k.A. Bereifung 205/40 R 17 Basispreis 28 000 Euro

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Neuer SsangYong Musso: Pick-up mit Charakter

So, 01/07/2018 - 08:35

Dass ein Pick-up kein reines Arbeitstier sein muss, stellt jetzt auch SsangYong unter Beweis. Mit dem Musso, dem Nachfolger des Actyon Sports, präsentieren die Südkoreaner ein echtes Lifestyle-Auto, das auch auf dem Boulevard eine richtig gute Figur macht. Die Zeiten grenzwertiger Designs sind bei SsangYong Geschichte. SUV-Modelle wie der Tivoli oder der Korando fahren mit einem sehr gefälligen, modernen Blechkleid vor, und spätestens seit die Koreaner Ende 2017 den neuen Rexton nach Europa gebracht haben, ist klar: im Hause SsangYong hat sich einiges getan, um mit der Konkurrenz – auch optisch – mithalten zu können. Auf dem Rexton basiert auch der neue Musso.

Agiles Fahrzeug, das absolut langstrecken- und reisetauglich ist

Pick-ups sind ein immer beliebter werdendes Fahrzeugsegment in Deutschland. Der SsangYong Musso kann mit viel Platz und Ladekapazität punkten.
Copyright: SsangYong / Guido Strauss

Die beiden teilen sich nicht nur den Leiterrahmen, sondern auch die komplette Frontpartie ist nahezu identisch: Haube, Kühlergrill bis auf die Chromspange, die beim Musso waagerecht verläuft, Scheinwerfer – an diesen Details ist die Verwandtschaft ganz klar zu erkennen. Und wer im Musso Platz nimmt, merkt sofort, dass SsangYong mit dem neuen Pick-up ganz klar auf Kunden zielt, die Nutzlast und Alltagstauglichkeit verbinden möchten. Entsprechend SUV-mäßig fährt sich der Neue auch.

Bei der ersten Testfahrt durch die Toskana und die Emilia-Romagna erweist sich der 5.095 Millimeter lange, 1.950 breite und 1.840 Millimeter hohe Pick-up als absolut langstrecken- und reisetauglich. Auf der Straße zeigt sich der neue Musso als sehr agiles Fahrzeug, der 2,2-Liter-Turbodiesel mit 133 kW/181 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment ist durchzugsstark und lässt auch auf engen italienischen Landstraßen eine flotte Fahrweise zu. Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, schluckt Bodenunebenheiten weg, ohne die Karosserie dabei zu stark ins Wanken zu bringen. Nur die Lenkung könnte etwas direkter sein. Sehr gut: die straff gepolsterten Sitze, die guten Seitenhalt bieten.

Komfortabler Pick-up, der seine Fans finden wird

Ab der mittleren Ausstattunglinie ist Allrad (zuschaltbar) Serie, auch unbefestigte Straßen und echte Geländepassagen schafft der Musso problemlos.
Copyright: SsangYong / Guido Strauss

Das Interieur stammt weitestgehend vom Rexton, in der höchsten Ausstattung „Sapphire“, die neben der Basis „Crystal“ und der mittleren Ausstattung „Quartz“ im Angebot ist, finden sich alle Annehmlichkeiten, die ein modernes Auto ausmachen. Ob 9,2 Zoll großer Bildschirm für das Multimedia-System inklusive Apple Carplay und Android Auto für die Smartphone-Anbindung, USB-Ports, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Navi, Komfortsitze mit Sitzheizung und -kühlung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und zahlreiche weitere Features – die Ausstattungsliste ist lang und lässt kaum Wünsche offen. Dazu kommt eine ordentliche Verarbeitung der gut zusammengestellten Materialien. Eine 360-Grad-Kamera sowie Querverkehrswarner und Totwinkelassistent kostet 2.000 Euro extra, empfiehlt sich aber für alle, die den Musso nicht als reinen Lastesel nutzen.

850 Kilo Nutzlasst verträgt die 1,30 Meter lange Ladefläche, 1.011 Liter beträgt die Ladekapazität. Wer 400 Euro extra für das Sperrdifferential ausgibt, kann bis zu drei Tonnen anhängen. Ab der mittleren Ausstattung ist der zuschaltbare Allradantrieb mit Geländeuntersetzung Serie, so dass der Musso auch abseits befestigter Straßen problemlos vorankommt. Gegen Aufpreis ist ein Sechs-Stufen-Automatikgetriebe erhältlich, eigentlich ein Muss in dieser Fahrzeugklasse. Mit dem Musso hat SsangYong einen wirklich ansehnlichen und komfortablen Pick-up auf die Räder gestellt, der das Zeug hat, in dem immer beliebteren Segment seine Fans zu finden – nicht zuletzt wegen des Einstiegspreises von 23.990 Euro. Als „Sapphire“ kostet der Musso mindestens 37.990 Euro.

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Aston Martin DBS Superleggera: Auf den Punch kommt es an

So, 01/07/2018 - 08:00

Mit dem DBS Superleggera stößt die britische Traditionsmarke Aston Martin in neue Regionen vor. Und das gleich mehrfach: Was Fertigung und die Verwendung neuer Werkstoffe angeht, was das anvisierte Klientel und was das Preisniveau angeht. Um die 300 000 Euro sollte man schon locker machen können, um einen Superleggera zu fahren.

Diesmal ohne James Bond

Aston Martin DBS Superleggera.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Aston Martin

Ist es möglich, einen Aston-Martin-Artikel zu schreiben, ohne auf James Bond zu verweisen? Ja, nehmen wir als prominenten Namen stattdessen doch einfach Pink Floyd. Psychedelisch anmutende Lichtsäulen erfüllten das Roundhouse an der Chalk Farm Road in London, als Aston Martin seine neueste Kreation der Öffentlichkeit präsentierte. Der ehemalige Lokschuppen im Stadtteil Camden war nach dem Umbau zum Kulturzentrum 1966 Schauplatz eines Eröffnungskonzerts mit der britischen Rockgruppe, die schon lange vor „The Wall“ Weltruhm genoss.

Auch wenn der Begriff „Superleggera“ für italienische Sportwagen abonniert zu sein scheint, so gehört er dennoch seit fast 60 Jahren zu Aston Martin. Das Modell DB 4 war als erstes damit garniert, eine Lichterscheinung (leggera = italienisch für Licht), die mittels überbordender Motorleistung und kompromissloser Leichtbauweise die Maßstäbe im Sportwagenbau zugunsten der britischen Edelschmiede verschob. Zehn Jahre später galt der DBS als schnellster serienmäßig gefertigter Viersitzer der Welt. Auch heute sind es die Attribute Leistung und Leichtigkeit, die den aktuellen DBS für eine solvente Kundschaft unverzichtbar machen sollen.

Zusätzlich 122 PS sorgen für den Punch

Andy Palmer präsentiert den Aston Martin DBS Superleggera.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Axel F. Busse

Pompös inszenierte Auftritte ist man von Dr. Andy Palmer, seit 2014 Chef der Luxus-Manufaktur, nicht gewohnt. Und obwohl das Roundhouse einen authentischen Rahmen dafür geboten hätte, ließ er bei wohlgesetzten Worten und bescheidener Gestik das Produkt wirken, das neben ihm in gleißendem Weiß die Blicke der Zuschauer fesselte. Pferdestärken, so ließ der gelernte Ingenieur die handverlesenen Kunden und Pressevertreter wissen, seien nicht das ausschlaggebende Kriterium zur Bemessung einer Sportwagenperformance. Mag sein, doch 725 PS (533 kW) sind nicht, wofür man sich verstecken müsste. Immerhin 122 PS mehr als im Modell Vanquish, das der DBS ablöst. Entscheidend , so Palmer, sei der „Punch“ und ließ dabei fotowirksam die geballte Faust auf die linke Handfläche klatschen. Das dafür angemessene Vokabular fand der Firmenlenker in „überwältigend“ und „atemberaubend“.

Aston Martin DBS Superleggera.
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Ohne dass es bereits Fahreindrücke zu berichten gäbe, kann man getrost davon ausgehen, dass der angesprochene Boxhieb in der Realität eher als Tritt ins Kreuz wahrgenommen wird. Gewaltige 900 Newtonmeter Drehmoment entfesselt der 5,2 Liter große V12-Motor, der zwar ohne AMG-Beteiligung, aber in Deutschland zum Leben erweckt wurde. Dieser Wert – er würde einem mittleren Lkw zur Ehre gereichen – katapultiert den Wagen in 3,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer. Bietet die Strecke keinen Anlass zu vorzeitigem Bremsen, schiebt der Zwölfender den Zweitürer bis auf 337 km/h.

Werkstoffkomponenten: teuer aber effizient

Aston Martin DBS Superleggera.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Aston Martin

Damit es mit der Leichtigkeit ebenso klappt wie mit dem „Punch“, hat sich Aston Martin für eine Karosserie aus Karbonverbundwerkstoff entschieden, die von einer geklebten Aluminiumstruktur getragen wird. Das ist teuer, aber effizient. So ein V12 kann schnell seine 280 Kilogramm oder mehr wiegen, so dass man gut daran tut, anderswo Gewicht einzusparen. Offiziell gibt der Hersteller die Leermasse des Fahrzeugs mit 1693 Kilogramm an, „trocken“, versteht sich, also ohne Kraftstoff, Kühlwasser, Öle und andere betriebsnotwendige Flüssigkeiten. Fahrbereit sollte die Waage also etwa 1800 kg anzeigen. Da der Motor hinter der Vorderachse und das Getriebe an der Hinterachse eingebaut sind, ergibt sich eine nahezu ideale Gewichtsverteilung von 51:49 Prozent.

Aston Martin DBS Superleggera.
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Konstruiert ist der DBS Superleggera in der Erblinie hochdynamischer Grand-Tourer, wenngleich der unbedarfte Zuschauer auf Anhieb feststellt, dass auf den hinteren Plätzen der flachen Kabine nur Grundschüler bequem sitzen können. Der markentypische Hexagonalgrill ist mit einer Wabenstruktur verschlossen, die allerdings nicht kaschieren kann, wie groß die Atemnot des mächtigen Doppelturbo-Triebwerks ohne sie wäre. Damit die Luft am anderen Ende des Coupés nicht einen unerwünschten Effekt erzeugt, sorgen Spoilerlippe und Heckdiffusor für Abtrieb – bei Maximaltempo wird die Antriebsachse mit 180 Kilogramm zusätzlich an den Boden gepresst. Durch das zum Kofferraumdeckel hin spitz zulaufende Dach, erscheint die Spurweite hinten deutlich breiter als vorn und lässt die ausgestellten Radhäuser noch muskulöser erscheinen.

Das Interieur wird nach Kundenwunsch angepasst

Aston Martin DBS Superleggera.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Aston Martin

Die zur Auslieferung anstehenden Exemplare werden naturgemäß einen hohen Individualisierungsgrad aufweisen und mutmaßlich weit mehr als 300 000 Euro kosten. Deshalb ist das Interieur des Schaustücks nur bedingt aussagekräftig, was die Möblierung und die Cockpitgestaltung angeht. Dass hochwertiges Leder, bei Bedarf Holz oder Karbon, Kontrastnähte und Polsterstickereien zu sehen sein werden, ist als gesichert anzusehen. Die Funktionselemente orientieren sich an dem letzten Stand der Haustechnik, wie sie zuletzt vom neuen Vantage zum Markte getragen wurde.

Aston Martin DBS Superleggera.
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Die über alle Zweifel erhabenen Fahrleistungen dienen nicht in erster Linie dazu, die Rundenzeiten möglicher Konkurrenten zu toppen, sondern es zu können, wenn es nötig sein sollte. Als entspannter Cruiser soll der Superleggera seinen vermutlich künftig nicht zu zahlreichen Besitzern genauso Freude beim lässigen Kurvenschwung auf der Corniche machen. Bei geringer Last sorgt die neue Zylinderabschaltung dafür, dass nicht mehr Benzin als unbedingt nötig durch die Leitungen fließt. Wird der Zwölfzylinder gefordert, ist mit weniger als 16 bis 18 Litern Verbrauch nicht zu rechnen.

Ein erlauchter Kreis von Dauerkunden der Marke konnte den DBS Superleggera schon vor der offiziellen Weltpremiere in Augenschein nehmen – und einen Kaufvertrag unterschreiben, wenn ihnen der Sinn danach stand. Nicht offiziell, aber aus zuverlässiger Quelle ist zu erfahren, dass dies allein in der Schweiz von einer zweistelligen Zahl von betuchten Enthusiasten getan wurde.

Daten Aston Martin DBS Superleggera Maße (Länge x Breite x Höhe in m) 4,71 x 1,96 (ohne Außenspiegel) x 1,29 Radstand (m) 2,81 Motor V12-Ottomotor, Bi-Turbo, Direkteinspritzung, Hubraum 5204 ccm Antrieb Hinterradantrieb Leistung 533 kW / 725 PS bei 6500 U/min Maximales Drehmoment 900 Nm bei 51800–5000 U/min Höchstgeschwindigkeit 337 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 3,4 Sek. ECE-Durchschnittsverbrauch k.A. Leergewicht / Zuladung max. 1693 kg (trocken) / k.A. Kofferraumvolumen k.A. Preis ab 275 000 Euro

 

 

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McLaren 600LT: Leichter und stärker als der Vorgänger

Sa, 30/06/2018 - 08:53

McLaren läutet das nächste Kapitel seiner traditionsreichen „Longtail“-Story ein: Der britische Autobauer bringt den 600LT an den Start, konzipiert sowohl für die Rennstrecke als auch für die Straße. Der 600LT ist nach dem F1 GTR, dem 675LT Coupé und dem 675 LT Spider das vierte Modell der McLaren-Reihe, die 1997 gestartet und nach langer Pause erst vor wenigen Jahren mit dem 675LT erfolgreich wiederbelebt wurde.

Gewichtseinsparung durch Carbon

Ein Jahr lang wird der McLaren 600 LT produziert. Im Oktober 2018 beginnt die Produktion.
Copyright: McLaren

Der laut McLaren schnellste und rennstreckentauglichste von den Briten gebaute Sportwagen hat 30 PS mehr, ist 96 Kilogramm leichter und 74 Millimeter länger als der 570S, außerdem sind rund ein Viertel der Teile am 600LT neu im Vergleich zum Basismodell. Im Fokus der Entwicklung stand die Gewichtseinsparung, insgesamt bringt das Auto 1.247 Kilogramm auf die Waage. Umgesetzt wurde dies durch ein Carbon-Monocoque und eine neue Carbon-Karosserie. Beides optimiert zudem die aerodynamische Performance.

Mit einem verlängerten Frontsplitter und Diffusor soll mehr Anpressdruck erzeugt werden. Angetrieben wird der 600LT wie beim 570S durch einen 3,8-Liter-Biturbo-V8 mit 600 PS und 620 Newtonmeter. Eine Besonderheit beim 600LT ist die Abgasanlage, bei der die Endrohre nach oben münden und der Fahrer den V8-Motor in vollen Zügen genießen kann.

Limitiertes Modell wird nur 12 Monate produziert

Im Inneren des Autos gibt es serienmäßig die Carbon-Rennsitze aus dem McLaren P1, optional sind auch die Carbonsitze aus dem McLaren Senna zu haben. Eine leichtere Bremsanlage, eine direktere Lenkung sowie verbesserte Motorlager runden das neue Modell ab.

Was die Fahrleistungen betrifft, hüllt sich McLaren noch in Schweigen. Das 600LT Coupé kann ab sofort bestellt werden und ist wie seine Vorgänger limitiert. Die Produktion startet im Oktober 2018, nach zwölf Monaten ist Schluss. 230.000 Euro muss man für das gute Stück auf den Tisch legen, inklusive ist dann ein Track Day auf einer Rennstrecke mit fachkundigem Fahrunterricht.

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Bestseller Ford Focus hat DNA der ersten Generation erhalten

Sa, 30/06/2018 - 08:15

Er ist komplett neu entwickelt, technisch auf dem neuesten Stand, und auch bei der Optik des neuen Focus hat sich Ford ordentlich ins Zeug gelegt: Die vierte Generation ist länger, breiter und flacher und soll alles bisherige in den Schatten stellen. Die Kölner versprechen „das technologisch kompetenteste und fortschrittlichste Kompaktmodell in der bisherigen Geschichte von Ford Europa“. Wir haben den im September debütierenden Neuling schon ausprobiert.

Ab 2019 erstmals auch als Crossover-Variante

Mit der ST-Line hat Ford auch in der vierten Generation wieder einen Focus im besonders sportlichen Look im Programm.
Copyright: Ford

Isfried Hennen, Leiter Produktkommunikation bei Ford in Deutschland, ist stolz: „Das Fahrwerk des Focus ist Benchmark.“ Es handelt sich um ein komplett neues Modell, kein Facelift mit dem höchsten Level an Assistenzsystemen derzeit am Markt, so der Hersteller zum Neuen. Seine Vorgänger haben sich allein in Europa seit 1998 sieben Millionen Mal verkauft. In Deutschland wird Focus IV in den sechs Ausstattungslinien Trend, Cool & Connect, Titanium, ST-Line, Vignale und ab Anfang 2019 auch als Crossover-Variante namens Active angeboten.

Das Motoren-Kapitel liefert keine Überraschungen, auch in der Kompaktreihe kommen weiter die oftmals ausgezeichneten EcoBoost-Triebwerke mit 1,0 und 1,5 Liter Hubraum zum Einsatz, jeweils mit der intelligenten Zylinder-Steuerung und mit einem Leistungsspektrum von 85 bis 182 PS. Die EcoBlue-Turbodiesel mit 1,5 und mit 2,0 Liter Hubraum bringen es auf 95 bis 150 PS. Alle Triebwerke erfüllen laut Ford die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Und erstmals wird die Focus-Baureihe auch mit einer 8-Gang-Automatik angeboten. Ford verweist stolz darauf, dass der Verbrauch gegenüber der Vorgänger-Generation durch die Bank deutlich reduziert werden konnte.

Fahrmodi-Schalter jetzt serienmäßig

Ganz neu: das Crossover-Modell Focus Active, das den Kombi mit beliebten SUV-Stilelementen kreuzt und etwas mehr Bodenfreiheit bietet als der Focus Turnier.
Copyright: Ford

Längerer Radstand, mehr Platz rundum für die Passagiere, dazu ein neuer Stil bei den Armaturen, neue Sitze und eine Fülle von Assistenzsystemen und Infotainment-Angeboten: Ford hat den neuen Focus wirklich fit gemacht für die nächsten Jahre. Das Angebot unter dem neuen Oberbegriff Ford Co-Pilot360 reicht von LED-Scheinwerfern mit blendfreiem Fernlicht-Assistenten und Kurvenlicht über den Parkassistenten „Plus“ mit Ein- und Ausfahrfunktion und teilautomatisierter Fahrzeugführung bis zur Fußgänger- und Radfahrererkennung, dem Ausweich- und dem Toter-Winkel-Assistenten, der Rückfahrkamera und dem Falschfahrer-Warnsystem.

Noch eine Premiere: Der neue Focus hat serienmäßig einen Fahrmodus-Schalter mit den Einstellungen „Normal“, „Sport“ und „Eco“ an Bord. Angeboten wird er mit zwei unterschiedlichen Hinterachsen. Je nach Variante und Motorisierung kommt er mit einer gewichtsoptimierten Verbundlenker-Variante mit neu entwickelten und patentierten Force-Vectoring-Fahrwerksfedern oder mit einer Multilink-Version. Für die fünftürigen Limousinen mit dieser Achse gibt es optional auch ein interaktives Fahrwerkssystem mit adaptiver elektronischer Dämpferregelung, die im Zwei-Millisekunden-Takt das Ansprechverhalten der Stoßdämpfer an Informationen der Federung, der Lenkung und der Bremse anpasst und so beispielsweise Schlaglöchern ihren Schrecken nehmen soll.

Moderne Technik

Vierte Generation des Ford Focus.
Copyright: auto.de

Auch ein Head-up-Display wird angeboten – zum ersten Mal bei einem europäischen Ford. Ab den Ausstattungsversionen Titanium und ST-Line ist serienmäßig das neue FordPass Connect-Modem an Bord, das den Focus zum mobilen WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte macht und Echtzeit-Verkehrsdaten für das Navigationssystem liefert. Außerdem lässt sich damit das Fahrzeug etwa auf großen und unübersichtlichen Parkplätzen orten. Und es liefert Infos zu Tankfüllung, Alarmanlage oder Ölstand und ermöglicht das Entriegeln und Verriegeln des Focus aus der Ferne.

Auch wenn Smartphones induktiv, also kabellos, aufgeladen werden, bleiben sie per Bluetooth-Schnittstelle mit dem Kommunikations- und Entertainmentsystems Ford SYNC 3 verbunden, mit dessen Hilfe sich Audio-, Navigations- und Klimatisierungsfunktionen des neuen Focus per Sprachsteuerung bedienen lassen. „Es ist kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto“, heißt es bei Ford. Der acht Zoll große Touchscreen-Farbmonitor lässt sich mit Wisch- und Ziehbewegungen steuern.

Geräumiger durch neue Innenraumgestaltung

Vierte Generation des Ford Focus.
Copyright: auto.de

Durch die neue Innenraumgestaltung ist es nicht nur für die bis zu fünf Passagiere luftiger – sie können auch mehr einpacken. Der Kofferraum der fünftürigen Limousine wuchs gegenüber dem Vorgänger um immerhin 25 auf 341 Liter. Bei umgeklappter Rücksitzbank sind es 1.354 Liter, ein Plus von 92 Litern. Bei Turnier wuchs die Laderaumlänge um knapp drei Zentimeter, werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, passen bis zu 1.653 Liter ins Ladeabteil. Und die Preise? Los geht es bei 18.700 Euro für den 85 PS-Fünftürer mit wirklich anständiger Ausstattung. Die 100 PS-Variante ist ab 20.400 Euro zu haben, der 125 PS-Motor ab 21.700 Euro. Die feinste Version, der Vignale, kostet ab 28.700 Euro. Bei den Dieselmotoren reicht die Palette von 22.800 bis 33.000 Euro, die Kombis sind jeweils 1.000 Euro teurer.

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Peugeot 508: Der etwas andere Franzose

Sa, 30/06/2018 - 07:56

Es geschieht nicht oft, dass Automodelle von einer Generation zur nächsten schrumpfen. Der Peugeot 508 ist so ein Fall. Gleich um acht Zentimeter ist die zweite Auflage kürzer als der bis 2015 gebaute Vorgänger, ein klassisches, großes Stufenheck-Automobil. „Die normale Limousine hat keine Zukunft“, glaubt man bei der Marke des französischen PSA-Konzerns, „eine radikale Kompakt-Limousine aber schon.“ Ergebnis dieser Überlegungen ist ein viertüriges, 4,75 Meter langes Coupé mit rahmenlosen Scheiben und damit ein Konkurrent zum VW Arteon. Breiter und flacher als bislang gerieten die Proportionen außerdem, womit das neue Topmodell der Franzosen nun deutlich präsenter und dynamischer auf der Straße steht als 508 der Erste.

Der Eindruck hier steht ein langer Sportwagen festigt sich im Innenraum

Komfort à la Francaise – Lederausstattung kostet natürlich Aufpreis.
Copyright: Peugeot

Eine breite Mittelkonsole dominiert den vorderen Bereich, sodass Fahrer und Beifahrer sich regelrecht vom Auto umschlossen fühlen, dazu ist die Bedieneinheit mit Touchscreen ein paar Grad dem Fahrer zugewandt. Hinten bleibt trotz der Verkürzung komfortabler Knieraum, Passagiere über 1,85 Meter Körpergröße berühren allerdings mit dem Kopf schon das abfallende Dach. Der fünfte Platz, also jener hinten in der Mitte, ist eher als Notkissen ausgeführt. Ein Transportvehikel für die größere Familie ist der 508 also nicht, will er nicht sein – vielleicht passt dieses Attribut eher auf den Kombi, der im Herbst 2018 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt wird.

Peugeot orientiert sich klar am angeblich wichtigsten Kunden, dem Dienstwagen-Nutzer, und verspricht „besonders niedrige Betriebskosten“. Das gilt besonders für die Diesel, die vorerst, aller Diskussionen zum Trotz, 70 Prozent der Verkäufe stellen sollen. Erst wenn die geplanten Hybrid-Varianten lieferbar sind, sollen Benziner auf- und den Diesel sogar überholen.

Fahrspaß beim Selbstzünder zum Konzept

Geschrumpft: Gleich um acht Zentimeter ist die zweite Auflage des Peugeot 508 kürzer als der bis 2015 gebaute Vorgänger.
Copyright: Peugeot

Der Fahrer umfasst ein kleines, an Rennwagen erinnerndes Lenkrad, das oben und unten abgeflacht ist – und unterhalb der Instrumente sitzt. Das ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig, hat dann aber durchaus seinen Reiz. Man hat so stets freien Blick auf das recht flache, voll virtuelle Cockpit und seine netten animierten Spielereien mit verschiedenen wählbaren Designs.

Der kompakte Lenkkranz lässt tatsächlich etwas Sport-Feeling aufkommen, wenn man das Groß-Coupé um die Kurven zirkelt. Das adaptive Fahrwerk erlaubt die Einstellungen mit den Bezeichnungen Eco, normal und Sport, was die straffe Charakteristik durchaus rechtfertigt. Einen Komfort-Modus gibt es nicht: So setzt sich Peugeot von anderen Konzernmarken wie DS ab, die auf eine „typisch französische“, also eher soften Abstimmung setzen.

180 PS sorgen für eine kernige Soundkulisse

Der große Dieselmotor mit 180 PS mit Achtgang-Automatik passt hervorragend zu dieser sportlichen Attitüde. Mit kräftigem Drehmoment treibt er den Wagen auch über bergige Landstraßen und schnelle Autobahn-Etappen. Dass er dabei durchaus auch kernig wirken kann, stört bei diesem Gesamtkonzept nicht weiter. Für die alltägliche Fahrt tut es natürlich auch der Basis-Diesel mit 130 PS, aber stimmiger zum Wagen und seinem sportlichen Anspruch passt eben die größere Lösung. Der Top-Benziner mit 225 PS übrigens auch – sicher wird er ebenfalls seine Kunden finden.

Große Fortschritte bei der Bedienfreundlichkeit

Ungewöhnlich: ein Schmales Cockpit über dem Lenkrad. Dazu ein klar gegliederter Digital-Analog-Mix in der Mittelkonsole.
Copyright: Peugeot

An Bord sind die zeitgemäßen Assistenzsysteme wie Spurhaltung und Radar-Tempomat. Dazu gibt es ein modernes Bediensystem, bei dem Peugeot gegenüber früheren Voll-Touch-Lösungen wieder einen Schritt zurückgeht. Das ist durchaus überzeugend und übersichtlich gelungen: Echte und damit auch leichter zu findende Tasten rufen das jeweilige Menü auf, das sich dann im berührungsempfindlichen Schirm steuern lässt. Eine klare, verständliche Aufgabenteilung zwischen realer und virtueller Welt.

Das Smartphone lädt kabellos in der optionalen, etwas versteckten Schale; für die Anbindung per Apple CarPlay und Android Auto braucht’s aber noch die Strippe. Die Musik, die von der Playlist dann durchs Auto perlt, klingt dafür besonders natürlich: Mit Focal übernimmt, in dieser Fahrzeugklasse einmalig, optional eine echte High-End-Klangschmiede die Audio-Ausstattung.

So ist der Peugeot 508 nicht nur eine etwas andere Limousine für alle, die eine Alternative zu VW oder Volvo suchen – er ist auch ein etwas anderer Franzose. Ob das reicht, Kunden von Audi und Mercedes wegzulocken, wie man bei Peugeot mal wieder hofft, bleibt abzuwarten.

Technische Daten Peugeot 508 BlueHDI 180 Viertürige Coupé-Limousine Länge 4.750 mm, Breite mit Spiegeln 2.098 mm, ohne 1.847 mm Höhe 1.404 mm Radstand 2.793 mm Tankinhal 55 l. Kofferraumvolumen 487 l. Gewicht 1.535 kg Motor 4-Zylinder-Turbodiesel Hubraum 1.997 ccm Antrieb Frontantrieb Getriebe Achtgang-Automatik Leistung 180 PS Beschleunigung 0 – 100 km/h 8,3 Sekunden Höchstgeschwindigkeit 235 km/h Verbrauch 4,7 l/100 km Emissionen 124g/km Schadstoffklasse Euro 6d-Temp Preis 46.450 Euro (BlueHDI 130 ab 31.250 Euro)

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BMW 3er Touring Erlkönig erspäht

Sa, 30/06/2018 - 07:52

Die Verkaufszahlen von Kombis der gehobenen Mittelklasse stagnieren seit geraumer Zeit. Dennoch will BMW den einstigen Bestseller 3er Touring nicht aus dem Programm streichen, wie diese Schnappschüsse vom brandneuen 2019er Prototyp zeigen, die gestern in der Nähe der BMW Zentrale in München entstanden.

3er Touring: Platzhalter der Marke

BMW 3er Touring.
Copyright: Automedia

Während die Limousine des 3er auf die interne Bezeichnung G20 hört, trägt der 3er Touring logischerweise die Bezeichnung G21. Dieser soll wenige Monate nach der Markteinführung der 3er Limousine folgen um seine altbekannten Kontrahenten Audi A4 Avant und Mercedes C-Klasse T-Modell herauszufordern. Die Optik des neuen 3er Touring macht unmissverständlich klar, das es hierbei um einen waschechten BMW handelt. Preistechnisch soll er sich auf der Höhe eines Volvo V60 befinden.

Die Front des 3er Touring erinnert an die 5er Baureihe allerdings mit eher zurückhaltenden Lufteinlässen an der Frontschürze. Scheinbar hat BMW auch nicht vor, zu überdimensionierte BMW-Nieren am Kühler zu verwenden, wie man sie beim LCI Prototyp des 7er zeigte. Am Heck setzt man auf ausgeprägte Schweller, die die Heckscheinwerfer akzentuieren sollen. Die Auspuffanlage soll die Sportlichkeit betonen und dafür sorgen, dass sich der 3er Touring von der Konkurrenz aus Ingolstadt und Untertürkheim abhebt. Basierend auf diesen Details, könnte man mutmaßen das der fotografierte Prototyp ein 330i mit einem 2.0 Liter Turbobenziner sein könnte.

Für jeden Kunden der passende Motor

BMW 3er Touring.
Copyright: Automedia

Generell kann man davon ausgehen, dass die Motorenpalette in Ihrem Umfang keine Wünsche offen lassen wird. Auch auf Dieseltechonologie wird nicht verzichtet werden. Denn was waren die Verkaufsargumente des 3er Touring: Fahrleistungen und Effizienz bei langen Strecken. Man wird bei der kommenden Baureihe auch eine Leistungssteigerung erwarten können. Beispielsweise soll der 318d mit der 2.0 Litern Hubraum einen Leistungszuwachs von 150 PS auf 163 PS erhalten. Der Basisdiesel soll der 316d werden mit 136 PS, gefolgt vom 325d Biturbo mit 238 PS und einem  330d mit 265 PS. Sogar ein M340d xDrive wäre denkbar, wie man ihn bereits aus dem BMW x3 M40d kennt.

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Honda bringt die Super Cub als 125er nach Europa

Fr, 29/06/2018 - 11:40

Nach der Monkey bringt Honda auch die Super Cub nach Europa zurück, die mit über 100 Millionen Exemplaren das meistverkaufte Motorfahrzeug der Welt ist. Durchstiegsrahmen, Beinschilder und Halbautomatik sind auch nach 60 Jahren noch geblieben, neue Zutaten sind LED-Lichtanlage, Scheibenbremsen, ABS und ein Smart-Key-System sowie Digitalanzeigen.

Markteinführung im Oktober

Honda Super Cub C125.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Honda

Nach Europa kommt die Super Cub als Leichtkraftrad C125 mit knapp zehn PS (7,1 kW) bei 7500 Umdrehungen in der Minute. Die 4-Gang-Fußschaltung löst die Kupplung automatisch beim Wechsel der Getriebestufen aus und benötigt keinen Hebel am Lenker. Die Markteinführung ist für Oktober geplant. Einen Preis nannte Honda noch nicht, wohl aber einen Normverbrauch von unter zwei Litern je 100 Kilometer.

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Skoda unterstützt studentisches Carsharing-Projekt

Fr, 29/06/2018 - 11:18

Mit Geld, Mentoren und 15 Fabia unterstützen Skoda und sein Digi-Lab die europaweit einzigartige Carsharing-Plattform Uniqway. Den Service haben Studenten von drei Prager Universitäten mitgestaltet. Die Testphase beginnt Anfang Juli in der tschechischen Hauptstadt.

Feedback von 300 Studenten entscheidet über die Zukunft des Projekts

Skoda startet mit 15 Fabia die Carsharing-Plattform Uniqway.
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Nach der kostenlosen Anmeldung per Studentenausweis können die Fahrzeuge per App gesucht und gemietet werden. Ein spezieller Uniqway-Knopf in jedem der 15 Skoda Fabia Style informiert per Farbcode, ob sich das Auto in einer potenziellen Parkzone oder am richtigen Ort für die Rückgabe befindet.

Die Studenten entwickelten die App und kümmerten sich um das graphische Design. Außerdem organisierten sie Marketingaktivitäten und wählten die Fahrzeuge aus. Wenn der Praxistest erfolgreich verläuft und die 300 Studenten positives Feedback geben, soll der Service allen Studenten der drei Universitäten zur Verfügung gestellt und künftig weiteren interessierten Hochschulen angeboten werden.

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VW Passat Erlkönig mit Facelift

Fr, 29/06/2018 - 11:01

Der aktuelle VW Passat hatte seine Markteinführung Mitte 2014, was mittlerweile auch schon vier Jahre zurückliegt. Volkswagen hatte bereits angekündigt, das der Passat noch in diesem Jahr einem Facelift unterzogen wird.

Die umgestaltete Front- und Heckpartie ist vom VW Arteon inspiriert

VW Passat.
Copyright: Automedia

Die Front weist einen größeren Kühlergrill auf, sowie umgestaltete Frontscheinwerfer mit LED und DRL Technologie, die scheinbar nahtlos in die Chromleisten des Kühlergrill übergehen. Der Front-Stoßfänger wirkt etwas schlanker als bei der aktuellen Baureihe.  Am Heck erkennt die geschrumpften Heckleuchten sowie ein Re-Design beim Stoßfänger.

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Porsche-Lifestyle im Herzen der Modemetropole Mailand

Fr, 29/06/2018 - 10:43

Sportwagen und Lifestyle-Produkte unter einem Dach: diese Kombination bietet Porsche gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Porsche Design ab sofort in Mailand. Das zentral in der norditalienischen Großstadt gelegene „Porsche Studio“ ist das erste, in dem sowohl Fahrzeuge als auch die komplette Kollektion von Porsche Design präsentiert werden. Die Lage des Studios unterstreicht die strategische Ausrichtung: Im historischen Stadtzentrum, an der „Via della Spiga“, präsentieren sich die Marken mitten im sogenannten „Viereck der Mode“.

Sportwagenkauf in der Boutique

Porsche Design Center Mailand.
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Das Porsche Studio Mailand vereint auf insgesamt rund 400 Quadratmetern die Lebenswelten der beiden Marken. Neben einem Ausstellungsfahrzeug bietet eine sogenannte „Heritage Wall“ Einblicke in Höhepunkte aus 70 Jahren Sportwagengeschichte. Vor Ort können Modelle konfiguriert und Testfahrten vereinbart werden. Auch ein Vertragsabschluss ist möglich. Veranstaltungen und Aktionen sollen in Zukunft regelmäßig neue Themenschwerpunkte rund um die beiden Markenwelten setzen.

Das Design Angebot in Mailand umfasst Produkte aus den Bereichen Timepieces, Fashion & Sportswear, Luggage & Bags, Eyewear sowie Sound & Electronics. Ein besonderes Highlight der Uhrenkollektion ist die „1919 Datetimer 70Y Limited Edition“, die anlässlich „70 Jahre Porsche Sportwagen“ aufgelegt wurde.

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Marktanteil von Super E10 gestiegen

Fr, 29/06/2018 - 10:38

Die Produktion von Bioethanol in Deutschland für den Kraftstoffeinsatz betrug im vergangenen Jahr rund 670 000 Tonnen. Wie der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mitteilte, ist dies gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 8,8 Prozent. Der Verbrauch sank leicht um knapp zwei Prozent auf rund 1,15 Millionen Tonnen, wobei der Absatz von Super E10 um 100 000 Tonnen auf 2,4 Millionen Tonnen stieg. Der Marktanteil des Benzins mit bis zu zehn Prozent Bioethanolbeimischung verbesserte sich von 12,6 auf 13,4 Prozent. Super E5 erreichte mit 15 Millionen Tonnen in 2017 einen etwas geringeren Marktanteil von 82,1 Prozent. Der Anteil von Super Plus in einem weiter wachsenden Benzinmarkt betrug mit rund 830 000 Tonnen ähnlich wie im Vorjahr 4,5 Prozent.

Die in den neuen Bundesländern gelegenen Bioethanolwerke haben nach Verbandsangaben im vergangenen Jahr insgesamt 672 930 Tonnen Bioethanol aus Industrierüben, Futtergetreide sowie Reststoffen und Abfällen produziert. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 8,8 Prozent. Dabei wird etwa ein Drittel der pflanzlichen Rohstoffe zu Bioethanol verarbeitet, sonstige pflanzliche Inhaltsstoffe fließen in Eiweißfuttermittel aus Getreide, Kraftfutter aus Industrierüben und sonstige Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie wie beispielsweise biogene Kohlensäure und Gluten.

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ZF schickt Lastwagen autonom über den Betriebshof

Fr, 29/06/2018 - 10:33

Mit dem Innovation Truck und dem Terminal Yard Tractor stellt ZF zwei Konzepte für zukünftige Lösungen in der Speditionsbranche sowie auf Flug- oder in Seehäfen vor. Das Rangieren von Wechselbrücken oder Trailern an den jeweiligen Bestimmungsort übernehmen die Fahrzeuge künftig autonom.

Genaues Rückwärtseinfädeln unter die Wechselbrücke als zentraler Vorteil

Fahrerloser ZF Terminal Yard Tractor.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/ZF

Der Innovation Truck – als Hybrid-Lkw auf Basis eines schweren Dreiachsers realisiert – übernimmt das Auf- und Abladen oder Umsetzen von Containern fahrerlos. Schon nach der Einfahrt auf das Gelände kann der Fahrer aussteigen, den autonomen Modus aktivieren und danach die Pausenzeiten nutzen. Der Lkw findet eigenständig und elektrisch fahrend zu seiner Zielposition. Dort setzt er mithilfe eines Wechselbrückenassistenten eine eventuell bereits geladene Wechselbrücke ab. Ebenfalls von alleine nimmt der ZF Innovation Truck wieder einen neuen Container auf.

Dass das Nutzfahrzeug das genaue Rückwärtseinfädeln unter die Wechselbrücke übernimmt, ist ein zentraler Vorteil des Assistenten: Manuell ausgeführt, fordert dieses Fahrmanöver sogar routinierte Lkw-Fahrer stark. Gesteuert vom Zentralcomputer ZF Pro AI gelingt das dem Konzept-Lkw schnell, präzise und mit höchstmöglicher Sicherheit. Zum Einsatz kommen außerdem die aktive elektrohydraulische Nutzfahrzeuglenkung Re AX und das automatische Getriebesystem Traxon Hybrid von ZF. Für die Orientierung und Sicht des Innovation Truck wählte der Technologiekonzern ein kostengünstiges, kamerabasiertes und laserunterstütztes Sensor-Setup, das er um ein GPS-System ergänzte.

Fahrzeugsteuerung ist mit Systemen des eingegrenzten Areals vernetzt

Fahrerloser ZF Terminal Yard Tractor.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/ZF

Das erweiterte Sensor-Set lässt zudem den Terminal Yard Tractor seine Umgebung im Blick behalten. Auch hier koordiniert der Zentralcomputer ZF Pro AI alle Funktionen der Längs- und Querführung: So kann dieses Shuttle-Fahrzeug einen Sattelauflieger von einem Sattelschlepper übernehmen und diesen autonom zum Laden und Löschen an die Rampe rangieren. Anschließend bringt es den Auflieger von dort wieder zurück zum Truck.

Die Fahrzeugsteuerung ist mit Systemen auf dem Betriebshof oder anderen eingegrenzten Arealen vernetzt. Stationäre Kameras an der Rampe erfassen das Heck des zu rangierenden Aufliegers. Ein vor Ort installierter Computer errechnet die Trajektorie und übermittelt die Daten per Funksignal an die On-Board-Unit des ZF-Telematiksystems Openmatics. Die fahrzeugseitig eingebaute Pro AI verarbeitet die Informationen in Echtzeit und wandelt sie in Handlungsbefehle für Motor, Lenkung und Bremsen um.

Routingsystem prüft permanent alle Bewegungen auf dem Gelände

ZF Innovation Truck.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/ZF

Wohin welches Fahrzeug wann fahren muss und was für eine Aufgabe dort wartet, erfährt der Rechner über ein intelligentes und dynamisches Routingsystem. In dieses loggen sich die Transporter über das betriebshofeigene LTE/WLAN-Funksignal und die On-Board-Unit von Openmatics automatisch ein, sobald der autonome Fahrmodus aktiviert ist. Das Routing prüft und berücksichtigt permanent beispielsweise die aktuellen Positionen und Wege anderer Fahrzeuge auf dem Gelände und passt die ursprünglich geplante Streckenführung bei Bedarf sofort an.

Doch auch bei herkömmlichen Lastwagen ist noch längst nicht jede Möglichkeit ausgeschöpft. Das manuelle Manövrieren vereinfacht ein neuer Einspurassistent von ZF. Dank Sensor-Set am Fahrzeug und Routingsystem auf dem Arbeitsgelände bekommen Fahrzeugführer hier auf ihrem Tablet angezeigt, wie sie die jeweilige Wechselbrücke schnell und reibungslos ansteuern und aufnehmen können.

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Opel Combo gibt seinen Einstand

Fr, 29/06/2018 - 10:23

Opel wird auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (19.–27.9.2018) den Combo vorstellen. Die fünfte Generation des Lieferwagens entstand in Kooperation mit PSA, der Vorgänger noch mit Fiat. Verfügbar werden eine 4,40 Meter lange kurze Version und eine Langversion mit 4,75 Meter sein. Der Combo ist mit zwei- oder dreisitzigem Cockpit sowie als Doppelkabine mit bis zu fünf Sitzplätzen erhältlich und bietet bis zu 4,4 Kubikmeter Ladevolumen. Er darf bis zu einer Tonne zuladen und weist bis zu 3,44 Meter Ladelänge auf. Optional ist auch eine Dachklappe bestellbar. Die Ladefläche ist zwischen den Radhäusern breit genug für eine Europalette (quer). Bis zu zwei passen selbst in den kurzen Combo.

Niemals überladen

Opel Combo.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Opel

Einzigartig im Segment ist die sensorgesteuerte Überladungsanzeige, die dem Fahrer per Knopfdruck anzeigt, ob das Fahrzeug überladen ist oder noch weitere Lasten verträgt. Überschreitet das Gewicht 80 Prozent der erlaubten Nutzlast, leuchtet ein weißes LED-Signal auf, liegt das Gewicht über dem erlaubten Limit, kommt ein orangefarbenes Signal mit Ausrufezeichen hinzu. Hinzu kommen weitere bis zu 19 Assistenzsysteme, darunter eine permanente Rückfahrkamera als „digitaler“ Rückspiegel und ein sensorbasierter akustischer und optischer Flankenschutz, der vor seitlichen Hindernissen warnt.

Smartphone-Integration über den acht Zoll großen Farb-Touchscreen ist ebenfalls an Bord. Lieferbar sind unter anderem auch ein beheizbares Lenkrad und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Eine zweite Kamera im rechten Außenspiegel erfasst die Beifahrerseite beim Rechtsabbiegen. Dabei schaltet sich die Kamera zu und der nach hinten verlaufende Bereich der Beifahrerseite wird im Monitor angezeigt. Ein enormer Sicherheitsgewinn auch für andere Verkehrsteilnehmer, da auf diese Weise der Tote Winkel für den Combo-Fahrer so gut wie nicht mehr existent ist.

Auf Wunsch fährt der frontgetriebene Combo mit dem adaptiven Traktionssystem Intelligrip sowie dem speziellen „Baustellen“-Setup vor. Das bedeuetet 30 Millimeter mehr Bodenfreiheit, Stabilisatoren für Vorder- und Hinterachse, größere Räder und variable Federn hinten.

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