Auto News

Bookmark and Share
Inhalt abgleichen
Aktuelle Nachrichten zu Automarken, Motorrädern, Wohnmobilen & vielem mehr finden Sie jederzeit im Magazin von auto.de!
Aktualisiert: vor 14 Minuten

Porsche Macan ab sofort bestellbar

Fr, 05/10/2018 - 08:55

Der Porsche Macan feiert sein Europa-Debüt auf der Mondial de l’Automobile in Paris (-14.10.2018). Er startet mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner und Ottopartikelfilter. Er leistet 245 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmeter (Nm). Damit spurtet das Kompakt-SUV in Kombination mit dem Siebengang-PDK in 6,7 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Der Verbrauch liegt bei 8,1 l/100 km nach NEFZ. Der Macan trägt ein dreidimensionale LED-Leuchtenband am Heck sowie das neue, voll vernetzte Porsche Communication Management mit 10,9 Zoll großem Touchscreen im Innenraum.

Neuer Stauassistent fährt teilautomatisiert

Porsche Macan.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Neu entwickelte Reifen sollen mehr Querdynamik ermöglichen. Die Raddurchmesser reichen von serienmäßig 18 bis optional 21 Zoll. Die neuen Exterieur-Farben „Mambagrünmetallic“, „Dolomitsilbermetallic“, „Miamiblau“ und „Kreide“ erweitern das Farbprogramm.

Für den neuen Macan steht ein erweitertes Optionsangebot mit weiterentwickelten Assistenzsystemen zur Wahl. Der neue Stauassistent funktioniert bis 60 km/h. Das System kann teilautomatisiert beschleunigen und bremsen, sowie im Stau oder im zähfließenden Verkehr auch beim Spurhalten assistieren. Die Liste der Komfortoptionen erweitert Porsche unter anderem um eine beheizbare Frontscheibe und einen Ionisator.

Der neue Macan ist ab sofort bestellbar. Das im Porsche-Werk Leipzig gebaute Kompakt-SUV kostet in Deutschland inklusive Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung ab 58 763 Euro. Die Serienausstattung wurde unter anderem um die LED-Hauptscheinwerfer, das neue PCM mit Online-Navigation und Connect Plus sowie eine Diebstahlwarnanlage inklusive Innenraumüberwachung erweitert.

Der Beitrag Porsche Macan ab sofort bestellbar erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine: Eine Stufe weiter

Fr, 05/10/2018 - 07:47

Die Mercedes-Kompaktklasse hat sich zum absoluten Verkaufsrenner entwickelt: Acht Ableitungen der neuen MFA-Architektur will Daimler insgesamt auf den Markt bringen. Einige davon gab es schon vorher, diese hingegen ist neu: Eine Stufenheckversion der A-Klasse, die genauso teuer wie die etablierte, jedoch immer noch frische Schrägheckvariante ist.

Konkurrenzlose Aerodynamik

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Bis zur C-Säule entspricht die A-Klasse Limousine dem bekannten Modell, dahinter befindet sich jetzt ein sanft abfallender Kofferraum, der immerhin 420 Liter Gepäck fasst und sich variabel erweitern lässt. Das um 15 Zentimeter längere Heck ist nicht nur stilistisch sauber integriert, es sorgt auch für konkurrenzlose Aerodynamik: Der cW-Wert von 0,22 ist absoluter Weltrekord.

Unter der Haube stecken die gleichen Motoren wie in der regulären A-Klasse; die goldene Mitte wird durch den A 220 repräsentiert, den es mit Front- und Allradantrieb gibt. Sein 2,0-Liter-Vier-Zylinder-Turbomotor leistet 190 PS (140 kW), die bei unserem Testwagen über ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen auf die Straße gebracht werden. Der Motor klingt von außen beim Start etwas rau, im Fahrzeug jedoch ist davon nichts zu hören und beim Hochdrehen klingt der Motor durchaus kultiviert.

Sparsam und zugleich komfortabel

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Auch die Fahrleistungen können sich sehen lassen: Der Sprint von null auf 100 km/h dauert in der allradgetriebenen Variante nur glatte sieben Sekunden, abgeregelt wird bei 237 km/h. Das niedrige Geräuschniveau und die unaufdringliche Leistungsentfaltung sorgen dafür, dass man die gefahrene Geschwindigkeit regelmäßig unterschätzt. Der Zyklusverbrauch liegt bei lediglich 6,5 Litern pro 100 Kilometer. Das ist exzellent, aber es geht noch sparsamer: Der Einstiegsdiesel, ein nach Euro-6d-Temp-Norm extrem sauberer Motor, benötigt für die gleiche Distanz gerade einmal 4,1 Liter Kraftstoff im Testverfahren. Sparsamer kann man kaum unterwegs sein.

Und in dieser Klasse auch kaum komfortabler: Neben der leisen Kabine glänzt die A-Klasse mit überdurchschnittlichem Federungskomfort. Gleichzeitig liegt die Limousine satt auf der Straße, wobei wir die optionale Dämpferregelung zu schätzen gelernt haben: Comfort- und Sport-Modus sind deutlich differenziert. Die A-Klasse lenkt präzise ein, und im Grenzbereich überzeugt gerade die Allradvariante mit neutralem Fahrverhalten, einem hoch liegenden Grenzbereich und so präzisen Eingriffen der Fahrdynamiksysteme, dass die Agilität eher noch gesteigert wird.

Ein kleiner CLS mit beeindruckender Technik

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Als Kommandozentrale dient ein elektronisches Cockpit, das sich in seiner höchsten Ausbaustufe auf Oberklasseniveau bewegt. Dieses so genannte MBUX-System setzt auf blitzschnelle Prozessoren und cloudbasierte Systeme, um in Echtzeit perfekte Telematik- und Infotainmentfunktionen zur Verfügung zu stellen. Dabei kommt die spielerische Komponente nicht zu kurz: Das System ist dialogfähig und um pfiffige Antworten keineswegs verlegen. Bei der Konkurrenz in München und Ingolstadt hat das MBUX-Cockpit dem Vernehmen nach für erhebliche Aufregung gesorgt.

Mit seinem aggressiven Gesicht und seiner modernen Formensprache erinnert die A-Klasse Limousine sogar an einen kleinen CLS. Man darf gespannt sein, wie die kommende Generation des CLA hier noch etwas draufsetzen will. Auch wenn die Stufenheckvarianten der A-Klasse vor allem für die Märkte USA und China entwickelt wurden: Das Modell ist so gelungen, dass es auch in Deutschland Freunde finden wird.

Technische Daten Mercedes-Benz A 220 4 Matic Limousine Länge x Breite x Höhe (m) 4,67 x 1,80 x 1,45 Radstand (m) 2,73 Motor V8-Benziner, 1991 ccm, Turbo, Direkteinspritzung Leistung 140 kW / 190 PS bei 5800 U/min Max. Drehmoment 300 Nm bei 1600 U/min Höchstgeschwindigkeit 237 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 7,0 Sek. ECE-Durchschnittsverbrauch 6,5 Liter Effizienzklasse C CO2-Emissionen 149 g/km (Euro 6d Temp) Leergewicht / Zuladung 1520 kg / 530 kg Kofferraumvolumen 420 Liter Max. Anhängelast 1800 kg Wendekreis 11,0 m Räder / Reifen 6,5 J x 17 / 205/55 R 17 Luftwiderstandsbeiwert 0,22 Preis 36 075 Euro

Der Beitrag Mercedes-Benz A-Klasse Limousine: Eine Stufe weiter erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Ausprobiert: Flotter Ford F-150 Raptor PX von Carrera

Do, 04/10/2018 - 09:08

Schon längst ist Carrera nicht nur auf der spurgebundenen Modellrennbahn unterwegs, sondern tummelt sich seit einigen Jahren auch in der RC-Szene. Dabei wird zwischen den „Action“-Modellen für eine eher jüngere Klientel und der „Profi“-Serie für ambitionierte Hobbyfahrer unterschieden. Letztere erreichen immerhin bis zu 50 km/h, wobei hier durchaus auch Fantasiefahrzeuge am Start sind und die Altersempfehlung generell „ab 14 Jahre“ lautet.

Nicht für gröberes Gelände gemacht

Ford F-150 Raptor von Carrera RC.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Für dieses Jahr hat Carrera die Profi-Reihe upgegradet. Die ferngesteuerten Modelle erhalten ein robusteren Metall- an Stelle des Kunststoffgetriebes und eine verbesserte Akkutechnologie, die die Lebensdauer der Batterie optimiert. Sechs Fahrzeuge fallen unter das Upgrade und tragen die Zusatzbezeichnung PX. Dazu gehört auch der Ford F-150 Raptor im Karosseriemaßstab 1:18. Das Original ist die High-Performance-Ausgabe des meistverkauften Autos in den USA.

Auch wenn er mit seinen breiten Niederdruck-Stollenreifen und den unter der Karosserie hervorlugenden Stoßdämpfern so aussieht, für gröberes Gelände ist der flotte Ford nicht gemacht. Der potente Antrieb fordert seinen Tribut und ragt zur Hälfte unter dem Body heraus. Über Schotter und Feldwege lässt sich der RC-Pick-up aber hervorragend scheuchen, wobei er in Bajaj-Manier mit abhebender Vorderachse auch über Grasbüschel hüpft.

Ausbau des Akkus wird schwieriger

Ford F-150 Raptor von Carrera RC.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Wer Vollgas gibt, der sollte schon ein Könner sein oder über eine ausreichend große Fläche verfügen, denn die Höchstgeschwindigkeit ist nicht zu unterschätzen. Ist das Fernsteuerauto in der Spitze doch schneller als ein Kleinkraftrad oder S-Pedelec. Gleichwohl lässt sich das Tempo des Ford F-150 Raptor aus dem Carrera-Stall auch feinfühlig mit dem Handregler dosieren. Gleiches gilt für die Lenkung, deren Grundstellung mit Hilfe eines kleinen Rädchens am Drücker kinderleicht nachjustiert werden kann, um den optimalen Geradeauslauf zu finden.

Der leistungsstarke Motor hat bei der „Gaswegnahme“ kaum eigene Verzögerungskräfte, so dass das Fahrzeug bei Bedarf mit kurzem Drücken oder Ziehen am Regler gestoppt werden muss. Erst nach dem zweiten Betätigen des Fahr- und Bremsschalters fährt das Auto dann wieder an. Die leichte Kunststoffkarosserie wird auf vier Plastikstifte gesetzt, deren Enden aus Motorhaube und Pritsche hervorragen und mittels kleiner Drahtsplinte gesichert werden. Ein- und Ausbau des Akkus gehen nicht ganz so einfach von der Hand wie bei den „normalen“ RC-Modellen für die jüngere Zielgruppe. Er liegt nämlich nicht im Unterboden, sondern links in einem seitlichen Fach. Dort lässt er sich leider nur nach Abheben der Karrosserie entnehmen.

Carrera liefert Werkzeug, aber keine Ersatzteile mit

Ford F-150 Raptor von Carrera RC.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Wie fast alle Carrrea-RC-Autos ist auch die PX-Version mit Fahr- und Bremslicht ausgestattet. Für den Fahrbetrieb gibt Carrera eine Laufzeit von etwa einer Viertelstunde an, für das Wiederaufladen die im Hause üblichen 80 Minuten. Wie dort ebenfalls üblich, wird das Fahrzeug „Ready to run“ inklusive Batterien für die Fernsteuerung ausgeliefert. Die beiliegende Betriebsanleitung enthält jede Menge Warnungen, worauf beim Betrieb zu achten ist. So weist der Hersteller ausdrücklich darauf hin, dass der Raptor weder für öffentliche Straßen noch für die Fahrt in Pfützen oder bei Regen gedacht ist. Zudem sollte er nicht höher als 15 Zentimeter klettern, ehe es wieder abwärts geht.

Der Packung liegt auch ein kleines Werkzeugkreuz mit zwei unterschiedlich großen Sechs-Kant-Schlüsseln bei. Verwundert vermisst haben wir allerdings ein paar Ersatzstifte für die Karosseriebefestigung, da die kleinen und dünnen Splinte schnell mal verloren gehen können. Üblicherweise ist Carrera da nicht so geizig und legt meistens entsprechende Kleinteile in doppelter Ausführung bei.

Profi-Reihe ist mehr als doppelt so teuer

Den Raptor im Profi-Outfit gibt es für 129,95 Euro. Das sind für die PX-Ausbaustufe 15 Euro mehr als bisher. Die Normalausführung mit 10 km/h Spitzengeschwindigkeit und Altersempfehlung ab sechs Jahre gibt es weiterhin für 49,95 Euro.

Der Beitrag Ausprobiert: Flotter Ford F-150 Raptor PX von Carrera erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Porsche 911 Speedster geht in Serie

Do, 04/10/2018 - 08:59

Von der Studie zum 70. Geburtstag des Sportwagenherstellers zum streng limitierten Sondermodell: Porsche präsentiert auf dem Autosalon in Paris (–14.10.2018) den 911 Speedster. Der offene Zweisitzer kommt in einer auf 1948 Exemplare limitierten Serie auf den Markt. Die Stückzahl erinnert an den Porsche 356 „Nr. 1“ Roadster, der am 8. Juni 1948 seine Betriebserlaubnis erhielt. Die Konzeptstudie in Paris erinnert mit ihrer indisch-roten Lackierung an den 911 Speedster der G-Modell-Baureihe (ab 1988).

Herzstück wird von den GT-Entwicklern beigesteuert

Porsche 911 Speedster Concept II.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Gegenüber dem ersten Entwurf neu sind beim seriennahen Porsche 911 Speedster Concept II die 21 Zoll großen Räder im Kreuzspeichendesign mit Zentralverschluss sowie das schwarze Lederinterieur mit roten Ziernähten. Das an die Rennfahrzeuge der Marke angelehnte Tagfahrlicht leuchtet bei der Studie noch passend zur Außenfarbe rötlich. Die beiden „Talbot“-Außenspiegel und der mittig in der Fronthaube platzierte Tankverschluss präsentieren sich in Schwarzchrom und Platinum. Statt eines Verdecks gibt es lediglich ein leichtes Tonneau-Covers mit Befestigungsknöpfen.

Die breite Karosserie ist dem 911 Carrera 4 Cabriolet entlehnt. Kotflügel, Fronthaube und Heckabdeckung bestehen aus leichtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Das Fahrwerk stammt vom 911 GT3. Die Auspuffanlage mit Titan-Endrohren und den Antriebsstrang inklusive manuellem Sechs-Gang-Schaltgetriebe haben ebenfalls die GT-Entwickler von Porsche beigesteuert. Gleiches gilt für das Herzstück des streng limitierten Sondermodells: Der Sechs-Zylinder-Boxermotor des Speedster Concept leistet über 500 PS und erreicht Drehzahlen von bis zu 9000 Umdrehungen in der Minute.

Der Speedster auf Basis der Baureihe 991 ist das erste Modell, für das Porsche die neu kreierten „Heritage Design“-Pakete anbieten wird. Die Markteinführung ist für die erste Jahreshälfte 2019 geplant.

Der Beitrag Porsche 911 Speedster geht in Serie erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Vorstellung Ducati Scrambler Icon: Besser gerüstet durchs Land of Joy

Do, 04/10/2018 - 08:17

Vier Jahre ist es jetzt her, dass Ducati das „Land of Joy“ ausgerufen hat. Mit ihrer Submarke Scrambler setzen die Italiener auf die „pure Essenz des Motorradfahrens“: bezahlbare Maschinen, optisch aufs Wesentliche reduziert, technisch ohne großen Elektronik-Schnickschnack, dafür leicht und fahrspaßbetont. Die perfekte Mischung aus Tradition und Innovation, wie Ducati es nennt. Und eine sehr entspannte, sozialverträgliche Art des Motorradfahrens. Mehr als 55 000 Einheiten hat der Motorradhersteller aus Bologna bislang von seiner vielköpfigen Scrambler-Familie abgesetzt. Das macht sie hausintern zur Nummer eins. Fast jede dritte Ducati ist eine Scrambler. Zum Modelljahr 2019 gibt es jetzt ein umfassendes Update fürs Bestseller-Bike.

Zeitgemäßes Infotainment

Ducati Scrambler Icon.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Ducati

Den Anfang macht das Basismodell Icon. Moderner, komfortabler und vor allem sicherer soll die Lifestyle-Maschine im Post-Heritage-Look werden. Ducatis Werber sprechen von einer „Joyvolution“. Wichtigste Neuerung ist das schräglagenfähige Zweikanal-ABS von Bosch. Das bislang meist höherpreisigen Modellen vorbehaltene System ermöglicht auch in Kurven bestmögliche Verzögerung. Beim Bremsen in Schräglage verhindert es wirkungsvoll das gefährliche Aufstellen und ungewollte Geradeausfahren des Motorrads. Ein echtes Sicherheitsplus.

Auch in puncto Informationspolitik ist der Modelljahrgang 2019 State-of-the-Art: Das LCD-Display des klassischen Rundinstruments zeigt jetzt auch den eingelegten Gang und den Tankstand an. Über das optionale Ducati Multimedia System (DMS) können Fahrer ihr Smartphone koppeln. Dann funkt das Motorrad via App Daten wie Streckenverlauf und Schräglagenwinkel aufs Handy und spiegelt eingehende Anrufe sowie die Musiktitel der Playlists aufs Motorrad-Display. Unter der Sitzbank befinden sich ein Ablagefach samt USB-Anschluss fürs sichere Verstauen und Laden während der Fahrt.

Schmale Scrambler mit athletischem Auftritt

Ducati Scrambler Icon.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Ducati

Die neuen, selbsterklärenden Lenkerschalter stammen aus dem oberen Konzernregal. Das beschert der Scrambler wie einigen ihrer großen Geschwister selbstabschaltende Blinker. Sie sind wie das Rücklicht und das auffällige Tagfahrlicht in LED-Ausführung. Das DLR (Daytime Running Light) wird jetzt durch ein schwarzes, hinter der Streuscheibe verschraubtes „X“ in vier gleich große Bögen unterteilt. Den dazugehörigen Klarglasscheinwerfer samt Aluminium-Einfassung kennen Fans der Marke von der großen Scrambler 1100.

Ähnlich wie bei der 1100er sind die Alublenden des Tanks jetzt betont ausgeformt. Das verleiht der angenehm schmalen Scrambler einen etwas athletischeren Auftritt. Die Sitzbank ist dank neuer, komfortablerer Polsterung jetzt acht Millimeter höher. Fahrer, bei denen sich 798 mm Abstand zwischen Hintern und Asphalt nicht als Idealmaß erweisen, können als Zubehör eine flachere oder höhere Bank ordern. Erfreulich leichtgängig und fein dosierbar arbeitet die jetzt hydraulisch betätigte Anti-Hopping-Kupplung. Der Hebel links am Lenker kann wie bei der Vorderbremse manuell justiert werden.

Wie aus einem Guss

Ducati Scrambler Icon.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Ducati

Das Fahrwerk haben die Ducati-Techniker komplett überarbeitet. Die Rückmeldung zwischen Mensch, Maschine und Asphalt darf getrost als optimal bezeichnet werden. Das war sie in den Augen vieler Fahrer allerdings vorher auch schon. Die Scrambler Icon lässt sich wunderbar leichtfüßig und unkompliziert in die Kurven werfen. Die grob profilierten Pirelli-Reifen verzahnten sich bei ersten Testfahrten in der Toskana vertrauensvoll und zuverlässig mit dem Straßenbelag. Die neuerdings maschinell bearbeiteten Gussräder messen vorn 18 Zoll, hinten sind es 17 Zoll. Auf Wunsch können Speichenfelgen aufgezogen werden.

Schwinge, Rahmen und Motor sind jetzt einheitlich schwarz. Dadurch wirkt die Scrambler unter der Gürtellinie wie aus einem Guss. Die gebürsteten Kühlrippenenden putzen den lackierten Motor fein heraus. Die beiden glasperlengestrahlten Krümmerrohre wirken geradezu edel, genau wie die neu gestaltete Auspufftopfblende.

Lässiges Gute-Laune-Motorrad

Ducati Scrambler Icon.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Ducati

Den bewährten 803-ccm-Motor hat Ducati nicht angetastet. Mit seinen 73 PS sowie 67 Newtonmetern bei knapp 6000 Touren hängt der Zweizylinder wunderbar am Gas und liefert vor allem im unteren Drehzahlbereich ordentlich Schub. Der Sound ist Ducati-typisch famos und zahlt zuverlässig auf das Gesamtfahrvergnügen ein. So gesehen ist die neue Scrambler ganz die alte. Ein lässiges Gute-Laune-Motorrad, das in seiner ganzen Schlichtheit saugut aussieht. Standardfarbe ist weiterhin „62 Yellow“, neu dabei ist „Atomic Tangerine“. Für 100 Euro Aufpreis ersetzt der poppige Blutorangen-Ton fortan die rote Lackierung.

Die Preise beginnen jetzt bei 9190 Euro plus 305 Euro Nebenkosten. Die Auslieferung startet im Oktober.

Technische Daten Ducati Scramber Icon Motor L-Twin, 803 ccm, luftgekühlt Leistung 54 kW / 73 PS bei 8250 U/min Max. Drehmoment 67 Nm bei 5750 U/min Höchstgeschwindigkeit 195 km/h Beschleunigung 0 – 100 km/h 4,1 s. Getriebe sechs Gänge Antrieb Kette Tankinhalt 13,5 Liter Sitzhöhe 798 mm Gewicht 189 kg (fahrbereit) Normverbrauch 5,0 l/100 km CO2-Emissionen 117 mg/km Bereifung 110/80 R 18 (vorne), 180/55 R 17 (hinten) Preis 9495 Euro

Der Beitrag Vorstellung Ducati Scrambler Icon: Besser gerüstet durchs Land of Joy erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

e-Legend Concept: Verneigung vor dem Peugeot 504 Coupé

Do, 04/10/2018 - 07:52

Peugeot zeigt auf dem Pariser Autosalon (2.–14.10.2018) die Vision eines Elektro-Coupés und verneigt sich stilistisch vor dem 504. Der e-Legend Concept hat einen Antrieb mit 100 kWh-Batterien und erzielt ein Drehmoment von 800 Newtonmetern. Die Leistung von 462 PS (340 kW) wird an alle vier Räder übertragen. Der e-Legend beschleunigt in unter vier Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h. Seine Reichweite beträgt 600 Kilometer. Dank kabellosem Schnell-Ladesystem kann die Batterie innerhalb von 25 Minuten aufgeladen werden

Eine Reichweite von 500 Kilometern soll möglich sein

Peugeot e-Legend Concept.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Peugeot

Die großen Glasflächen des Fahrzeugs erinnern an ein Verhältnis von Blech zu Glas wie beim 504 Coupé. Im unteren Bereich des Heckfensters ist ein Bildschirm angebracht, über den Fahrer und Mitfahrer von außen mit einem persönlichen Willkommensgruß empfangen und schon vor der Fahrt über den Ladezustand der Batterie informiert werden. Auch die berührungsempfindliche sensorgesteuerte Türöffnung findet sich im Heckfenster.

Retrochic im Cockpit

Auch im Interieur haben die Gestalter Maß am Vorbild genommen, beispielsweise bei der Form und Ausführung der Sitze. Die Technik ist natürlich digital ausgelegt. So verfügt das Konzeptfahrzeug über die stolze Anzahl von 16 Displays. Ein gewölbter 49-Zoll-Bildschirm befindet sich unter der Klangleiste, je ein 29-Zoll-Bildschirm befindet sich in den Türen und 12-Zoll-Bildschirme in den Sonnenblenden. Die Mittelkonsole ermöglicht den Zugang zu den wichtigen Fahrfunktionen, ein Drehregler und ein 6-Zoll-Touchscreen übernehmen diese Aufgabe. Links vom Lenkrad stehen Kippschalter bereit. Sie können in Abhängigkeit mit dem auch sprachgesteuerten Fahrmodus konfiguriert werden.

Peugeot e-Legend Concept.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Peugeot

Der e-Legend Concept verfügt über jeweils zwei autonome und manuelle Fahrprogramme. Im manuellen Cruising-Modus erinnern die drei digitalen Instrumente an den berühmten 504 Coupé. Die damals legendäre Holzverarbeitung der Instrumente wird nun digital auf den verschiedenen Bildschirmen angezeigt.

Der Beitrag e-Legend Concept: Verneigung vor dem Peugeot 504 Coupé erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Cupra Ateca kann bestellt werden

Mi, 03/10/2018 - 08:50

Bei Cupra, der neuen Sportmarke von Seat, kann ab sofort der Cupra Ateca mit 300 PS (221 kW) bestellt werden. Das erste Modell des neuen Labels wird ab Dezember ausgeliefert.

Der Einstiegspreis beträgt 42 850 Euro

Cupra Ateca.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Seat

Der 2,0-Liter-TSI mit Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe entwickelt ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern. Damit sprintet das allradgetriebene Sport-SUV in 5,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Spitzengeschwidnigkeit wird bei 247 km/h erreicht.

Der Cupra Arteca verfügt über ein virtuelles Cockpit mit 10,25-Zoll-Display. Optional können Kunden eine Brembo Performance-Bremsanlage und kupferfarbene 19-Zoll-Leichtmetallräder bestellen. Für das Fahrzeug selbst stehen sechs Farben zur Auswahl. Der Cupra Ateca kann bei jedem Seat-Händler bestellt werden. Über 100 von ihnen sind darüber hinaus auch auf Cupra spezialisiert.

Der Beitrag Cupra Ateca kann bestellt werden erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Zum 20. Jahrestag gönnt sich Smart wieder mal ein Showcar

Mi, 03/10/2018 - 08:29

Smart gönnt sich zu seinem 20. Jahrestag auf dem Pariser Autosalon (4. bis 14. Oktober) wieder ein Showcar. Der Smart Forease ist extrovertiert und bietet gleichzeitig eine unkomplizierte Lösung für urbane Mobilität. Sein Fahrer sitzt unter freiem Himmel mitten im Trubel der Stadt, an dem er dank elektrischem Antrieb ungezwungen teilhaben kann. Die Offenheit und der minimalistische Stil des Smart Forease sind eine Hommage an die wegweisenden Smart Studien „Crossblade“ von 2001 und „Forspeed“ von 2011.

Verknüpfung von Exterieur und Interieur

Showcar Smart Forease.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Der Smart Forease zeigt sich reduziert und kompromisslos offen. Die Studie greift mit einem Augenzwinkern das ursprüngliche Motto von Smart „reduce to the max“ wieder auf. Sein unkonventioneller Auftritt entsteht durch den Verzicht auf das Dach und die gekürzte Windschutzscheibe. Mit seinem strahlenden, effektvollen Metallic-Weiß und den Farbakzenten in „Stream Green“ verspricht der Smart Forease ein Fahrerlebnis, losgelöst von Konventionen und im Einklang mit der Umgebung.

Einen eleganten Touch geben die in der Tür nahtlos versenkten Türgriffe. Einen feinen Kontrast zur Lackierung bieten die matt-silberne Tridion-Zelle und die Akzente in leuchtendem Grün innen und außen, wie die grünen Ziernähte an den weißen Polstern, die grüne Einfassung des Media-Interface sowie Kontrastflächen in Grün an den Seiten der Sitze. Durch das offene Fahrzeugkonzept werden Exterieur und Interieur miteinander verknüpft; das Interieur trägt zur Außenwirkung des Fahrzeugs bei. Auch technische Details des Innenraumes sind darauf ausgerichtet. Eine Besonderheit sind die beiden runden Displays anstelle der mittleren Luftdüsen in der Instrumententafel.

Smart strebt kompletten Umstieg auf E-Mobility an

Showcar Smart Forease.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Der Forease basiert auf dem Serienmodell Smart EQ Fortwo Cabrio, ist also eine fahrbare Studie, die zugleich einen Ausblick auf die elektrische Zukunft der Marke Smart gibt. Als erste Automobilmarke strebt sie für alle Modelle den konsequenten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an: Seit 2017 ist Smart in den USA, Kanada und Norwegen ausschließlich elektrisch unterwegs und wird auch in Europa bis 2020 vollständig auf batterieelektrischen Antrieb setzen. Der Rest der Welt soll kurz darauf folgen.

Der Beitrag Zum 20. Jahrestag gönnt sich Smart wieder mal ein Showcar erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Maserati: Das Original der sportlichen Luxuslimousinen

Mi, 03/10/2018 - 07:53

Maserati hat eine über 100-jährige Tradition und gehört zu den weltweit führenden Sportwagenherstellern. Die Fahrzeuge der Marke stehen für Eleganz und Exklusivität, dabei kommt das sportliche Handling nicht zu kurz. Wir haben den Quattroporte GranSport SQ4 getestet. Er ist einfach nur schön. Der Quattroporte. Vom Design und der Eleganz, eingefleischte Autofans lieben Maserati. Mit diesem Fahrzeug stimmt der Slogan „Freude am Fahren“ zu 100 Prozent.

Gewaltige Abmessungen

Die Außenspiegel und Seitenschweller präsentieren sich teilweise mattschwarz, was perfekt mit der Außenfarbe Bianco Alpi harmoniert.
Copyright: Jutta Bernhard / mid

Das Flaggschiff der Italiener ist in seiner sechsten Generation ein besonderes Erfolgsmodell. Seit der Einführung 2013 wurde die Luxuslimousine 24.000 Mal an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Der Testwagen ist von weitem erkennbar durch das Stoßfängerdesign mit mattschwarzem Profil. Der Kühlergrill verfügt über Chromelemente und wird von dem traditionellen blauen Dreizack der Italiener geschmückt. Die Außenspiegel und Seitenschweller präsentieren sich in mattschwarz, was perfekt zu der Außenfarbe Bianco Alpi harmoniert.

Eine elektrisch verstellbare Luftklappe findet sich zwischen Frontlüftungsgitter und Motorkühler. Der Testwagen in der GranSport Ausstattung kommt auf 21-Zoll-Rädern im Titano-Design und roten Bremssätteln daher. Die Abmessungen des Quattroporte mit einer Länge von 5,26 Metern sind schon gewaltig.

Ein echter Maserati

Perfekte Proportionen: Der Maserati Quattroporte ist eine geglückte Kombination aus Limousine und Coupé.
Copyright: Maserati

Tür öffnen, reinsetzen und sich wohlfühlen. Wir wollen gar nicht mehr aussteigen. Hier werden Emotionen vermittelt, ohne dass der Pilot sich dem außergewöhnlichen Ambiente und dem ganzen drumherum verweigern kann. Ein echter Maserati. Der Dachhimmel ist mit Alcantara bespannt, die schwarz-roten Leder-Sportsitze geben guten Seitenhalt. Es sind überall hochwertige Materialien verarbeitet, vom offenporigen Echtholz über den allgegenwärtigen Dreizack auf allen vier Kopfstützen. Sehr schön: die Analoguhr in der Mitte des Cockpits.

Edelstahl-Sportpedale und ein Leder-Sportlenkrad mit großen Schaltwippen aus Aluminium zeigen auf den ersten Blick, was der Sportler unter der Haube hat. Das Infotainment kommt nicht zu kurz. Ein 8,4-Zoll-Bildschirm mit Multi-Touch-Funktion ist kompatibel für Smartphones, dank Apple CarPlay und Android Auto. Ein Drehregler neben dem Schaltknauf in der Mittelkonsole erleichtert die Bedienung. Allerdings ist der Bildschirm extrem schmutzempfindlich, jeder Fingerabdruck ist zu sehen.

Understatement ist nicht

Der Quattroporte SQ4 verfügt über einen Dreiliter-V6-Twin-Turbo mit 316 kW/430 PS. Der Klang beim Starten des Motors ist großartig.
Copyright: Jutta Bernhard / mid

Das Fahrgefühl im Quattroporte ist vortrefflich und die ZF-Achtgangautomatik erledigt die Gangwechsel wie am Schnürchen. Das Getriebe lässt kaum einen Wunsch offen, es schaltet auf Kommando. Für die sportlichen Fahrer empfiehlt sich der Sportmodus, dieser ist allerdings extrem hart, nix mehr mit Komfort. Der Quattroporte SQ4 verfügt über einen Dreiliter-V6-Twin-Turbo-Motor mit 316 kW/430 PS. Der Klang beim Starten des Motors ist großartig. Er fährt sich äußerst dynamisch. Auf der Autobahn machen die anderen Verkehrsteilnehmer von selbst Platz, wenn sie die Sportlimousine im Rückspiegel sehen. Überhaupt ist der Maserati perfekt für Menschen, die gerne auffallen. Understatement ist nicht. Er ist aber auch zu schön. Das hat allerdings seinen Preis: Der Testwagen mit Sonderausstattung kostet 140.560 Euro. Aber: Ein Maserati war schon immer etwas Besonderes.

Technische Daten Maserati Quattroporte Sport SQ4 Viertürige, fünfsitzige Limousine Länge/Breite (o. Außenspiegel)/Höhe/Radstand in Millimeter 5.262/1.948/1.481/3.171 Leergewicht 1.920 kg Kofferraumvolumen 530 l Wendekreis 11,8 m Tankinhalt 80 l Testwagen-Preis 140.560 Euro Motor V6-Biturbo-Benziner Hubraum 2.979 ccm Leistung 316 kW/430 PS bei 5.500/min max. Drehmoment 550 Nm bei 1.750 bis 4.000/min Höchstgeschwindigkeit 288 km/h 0 bis 100 km/h 4,8 s Normverbrauch 11,9 l/100 km CO2-Ausstoß 275 g/km Getriebe Achtgang-Automatik Krafübertragung Allradantrieb

Der Beitrag Maserati: Das Original der sportlichen Luxuslimousinen erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Porsche Cayenne Coupe Erlkönig auf dem Nürburgring

Di, 02/10/2018 - 11:31

Porsche hat dem Cayenne eine gleichmäßigere fallen Dachlinie verpasst um dem Premium-SUV eine schlankere Silhouette angedeihen zu lassen.

Der Trend geht zum SUV-Coupé

Porsche Cayenne Coupe.
Copyright: Automedia.

Der Erlkönig wurde während einer Testfahrt auf dem Nürburgring gesichtet. Im Moment scheint die Bezeichnung Cayenne Coupe die geläufigste zu sein, bis die Zuffenhausener die offizielle Bezeichnung verkünden. Wie man unweigerlich erkennen kann, zieht der Cayenne mit erhöhter Geschwindigkeit um die Kurven, was einen gewöhnungsbedürftigen ausgefahrenen Heckspoiler zum Vorschein bringt.

Wie bei den anderen Erlkönigen aus dem Hause Porsche, so wurde auch bei diesem mit Hilfe einer schwarzen Lackierung und schwarzen Panzertape alles abgedeckt,dass zu viel über das Erscheinungsbild verrät. Dennoch: die Front jedenfalls ähnelt sehr stark dem Standard Cayenne wie Kühlergrill und die LED-Scheinwerfer. Mehr Veränderung findet hinter der B-Säule statt, wo die Dachlinie coupeartig abfällt als geradlinig zu verlaufen. Wirkt sportlicher, wenn auch zum Nachteil der Ladekapazität. Die Heckscheinwerfer sind teilweise abgedeckt. Man kann aber annehmen, dass Sie sich über das gesamte Heck ziehen, wie beim Standard Cayenne. Über die Motorisierung ist noch nichts bekannt.

Der Verkaufsstart für das Cayenne Coupe ist für 2020 geplant.

Der Beitrag Porsche Cayenne Coupe Erlkönig auf dem Nürburgring erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Das Hypercar heißt Mercedes-AMG One

Di, 02/10/2018 - 08:42

Im Vorfeld des Pariser Automobilsalons 2018 gibt die Performance- und Sportwagen-Marke den Namen des zukünftigen Hypercars bekannt: Mercedes-AMG One. Die Bezeichnung steht für Formel 1-Hybrid-Technologie auf der Straße. Der One wird der Solitär im Modellportfolio und das absolute Spitzenmodell. Während in England seit Monaten intensiv auf High-Performance Prüfständen und auf Rennstrecken getestet wird, zeigt Mercedes-AMG nun den aktuellen Entwicklungsstand eines herausragenden technischen Features: die aktive Aerodynamik.

Mobiler Showroom informiert über aktuelle Entwicklung

Mercedes-AMG One.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Nirgends kennt man sich mit Aerodynamik besser aus als in der Königsklasse des Motorsports. Die Experten der High-Performance-Töchter in Affalterbach, Brackley und Brixworth arbeiten auch hier länderübergreifend an nur einem Ziel: Rennsport-Technologie in einem straßenzugelassenen Fahrzeug erlebbar zu machen. Die aktive Aerodynamik, die derzeit Erprobungen im Windkanal unterzogen wird, führt zum Beispiel zu einem mehrteiligen, zweistufig ausfahrbaren Heckflügel für maximale Downforce im Rennmodus.

Zukünftige Kunden des Mercedes-AMG One können sich jetzt über die Entwicklungs-Fortschritte des Fahrzeugs informieren: In einem exklusiven, mobilen Showroom präsentiert Mercedes-AMG unter dem Titel „The Future of Driving Performance“ den aktuellen Stand des Hypercars, einschließlich Sitzprobe im Cockpit und Demonstration der individuellen Ausstattungsoptionen. Möglich macht dies ein maßgefertigter Auflieger mit ausfahrbaren Seiten. So entstand ein mobiler Showroom mit Fahrzeugdisplay, Kaffeebar, Lounge und unterschiedlichen Informationselementen wie Touchscreen-Animationen, Materialmuster und Farbbeispielen. Der Showtruck steht den Mercedes-AMG One-Kunden auf dem Gelände der Münchner Mercedes-Benz Niederlassung erstmals zur Verfügung.

Der Beitrag Das Hypercar heißt Mercedes-AMG One erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Paris 2018: BMW i3 fährt jetzt im Alltagsbetrieb echte 260 km

Di, 02/10/2018 - 08:37

Mit einer auf 120 Amperestunden (Ah) erhöhten Zellkapazität und einem Brutto-Energiegehalt von nunmehr 42,2 Kilowattstunden (kWh) verhilft eine neue Generation von Hochvoltbatterien dem BMW i3 (120 Ah) und dem BMW i3s (120 Ah) ab November 2018 zu deutlich gesteigerten Reichweiten. Im Alltagsbetrieb kommen beide Modelle jetzt auf 260 Kilometer. Seit der Markteinführung des BMW i3 wurde die Speicherkapazität seiner Hochvoltbatterie damit verdoppelt.

Weitere neue Funktionen für den i3

BMW i3.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Parallel zur Einführung der neuen Batterie werden für den BMW i3 und den BMW i3s eine neue Außenlackierung, eine neue Farbgebung für das optionale Interieurdesign Loft und Adaptive LED-Scheinwerfer mit Matrix-Funktion für das Fernlicht angeboten. Für den BMW i3 ist künftig ein Sportpaket erhältlich, das schwarze Radhauseinfassungen sowie ein Sportfahrwerk mit spezifischen Dämpfern, Federn und Stabilisatoren, eine Fahrzeugtieferlegung, eine Spurverbreiterung und 20 Zoll große Leichtmetallräder umfasst.

Die Menüführung im Kachel-Design des Bediensystems iDrive steht jetzt auch in Verbindung mit dem optionalen Navigationssystem Business zur Verfügung. Außerdem sind für den BMW i3 und den BMW i3s künftig auch die Optionen Telefonie mit Wireless Charging sowie WLAN-Hotspot verfügbar.

Neue Batterien kommen aus dem BMW-Werk Dingolfing

BMW i3.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Die Hochvoltbatterien wurden ebenso wie die Elektromotoren und die Leistungselektronik von BME entwickelt. Die Lithiumionen-Zellen werden nach BMW-Spezifikationen gefertigt. Die aktuelle Weiterentwicklung der Zelltechnologie ermöglicht es, mit der im BMW-Werk Dingolfing aus acht Modulen mit jeweils zwölf Speicherzellen zusammengesetzten und tief im Fahrzeugboden angeordneten Hochvoltbatterie, bei unveränderter Größe eine Kapazität von 120 Ah und einen Brutto-Energiegehalt von 42,2 kWh zu erzielen. Bei der Markteinführung des BMW i3 im Jahr 2013 betrugen diese Werte 60 Ah und 22,6 kWh.

Der von einem 170 PS (125 kW) starken Elektromotor angetriebene BMW i3 beschleunigt in 7,3 Sekunden von null auf 100 km/h, der 184 PS (135 kW) starke BMW i3s bewältigt den Standardspurt in 6,9 Sekunden.

Serienmäßiges Ladekabel ist für den Hausanschluss konzipiert

BMW i3.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Der kombinierte Stromverbrauch des BMW i3 (120 Ah) liegt bei 13,1 kWh je 100 Kilometer; der BMW i3s (120 Ah) kommt auf 14,6 bis 14,0 kWh je 100 Kilometer. Die Effizienz des Elektromotors und die gesteigerte Batteriekapazität führen zu Reichweiten, die um fast 30 Prozent höher ausfallen als bei den Vorgängermodellen. Die Reichweite des BMW i3 (120 Ah) beläuft sich nach NEFZ auf 359 Kilometer (bisher 290 bis 300 km) beziehungsweise nach WLTP auf 285 bis 310 Kilometer (bisher 235 bis 255 km). Für den BMW i3s (120 Ah) wurden Reichweiten von 330 bis 345 Kilometern (bisher 280 km) nach NEFZ beziehungsweise 270 bis 285 Kilometern (bisher 235 bis 245 km) nach WLTP ermittelt. Unter Alltagsbedingungen kommen beide Modelle jetzt auf eine Reichweite von 260 Kilometern (bisher 200 km).

Das serienmäßige Ladekabel ist für den Anschluss an herkömmliche Haushaltssteckdosen konzipiert. So kann die Batterie mit einer Ladeleistung von 2,4 kW in rund 15 Stunden auf 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität aufgeladen werden. Beim Anschluss an die BMW i Wallbox ist dreiphasiges Schnellladen mit einer Leistung von 11 kW möglich. Damit beläuft sich die für das 80-prozentige Aufladen der kapazitätsstarken Hochvoltbatterie erforderliche Zeit auf 3,2 Stunden. Darüber hinaus ermöglichen Ladeelektronik und Hochvoltbatterie des BMW i3 und des BMW i3s auch eine Nutzung von mit Gleichstrom (DC) betriebenen Schnellladestationen. Dort wird eine Ladeleistung von 50 kW erreicht, sodass die Hochvoltspeicher bereits nach 42 Minuten wieder 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität aufweisen.

Der Beitrag Paris 2018: BMW i3 fährt jetzt im Alltagsbetrieb echte 260 km erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Vorstellung BMW X5: Der kann auch Gelände und rückwärts

Di, 02/10/2018 - 07:39

Woran erkennt man den echten Gentleman, auch den bayerischen? Am zurückhaltenden Auftritt und den inneren Werten, die immer mehr spürbar werden, je länger man sich mit ihm befasst. Zurückhaltung und innere Werte – so erlebt wahrscheinlich jeder den neuen BMW X5 als jüngsten Spross einer langen Reihe von Ahnen. Schon in der fünften Generation setzt er seit 20 Jahren nun sichtbar die Familientradition fort. Seine äußere Erscheinung haben sie in München aufgefrischt. Aber seine wahren Werte blühen im Verborgenen, solange sie nicht per Druck auf den Starterknopf geweckt werden.

So viel wie möglich, aber mit Sahne

BMW X5 30d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW/David Kraus

Dabei zeigt der neue BMX X5 eine ganz besondere Stärke bei einer Eigenschaft, die von ihm niemand – vielleicht außer seinen Entwicklern – von ihm erwartet hätte. Dass ein SUV – oder wie es bei BMW im Marketingsprech genannt wird –, dass ein SAV oder Sports Activity Vehicle sich im Gelände zu bewegen weiß, setzt heute jedermann voraus. Doch der X5 kann im Gelände so viel mehr, dass manches Geländefahrzeug das Nachsehen hätte. Der X5 kann sich auch dann noch selbst befreien, wenn er auf einem Stein aufliegt. Dann hebt die Luftfeder ihn noch einmal um 30 Millimeter an. Das sollte reichen. Dieser Extra-Hub ist nur eine der Eigenschaften innerhalb der Geländepakets, das dem X5 auf Abwegen besonders gut aussehen lässt.

Die Geländetauglichkeit ist so eine der Eigenschaften, die man einem SAV nicht unbedingt zutraut, schon weil der normale Fahrerverstand dafür spricht, dass ein Fahrzeug dieser (Preis-)Klasse höchstens mal eine feuchte Wiese mit Boots- oder Pferdeanhänger bewältigen können sollte. So nehmen wir die überschießenden Geländeeigenschaften des X5 als Beispiel für die Denkweise, mit der die Entwickler die fünfte Generation an den Start schicken: So viel wie möglich, aber mit Sahne.

Imposante Erscheinung legt weiter zu

BMW X5 30d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Ausnahme: Der neue V8-Motor im BMW X5 xDrive50i mit 462 PS (340 kW) und einem maximalen Drehmoment von 650 Newtonmetern (Nm) wird in Europa nicht angeboten. Zum Verkaufsstart des neuen BMW X5 stehen hier nur Reihensechszylinder-Motoren zur Auswahl. Sie werden jeweils mit einem optimierten Acht-Gang Steptronic Getriebe kombiniert und erfüllen die Abgasnorm EU6d-Temp. Im BMW X5 xDrive40i erzeugt der Reihensechszylinder-Ottomotor eine Höchstleistung von 340 PS (250 kW) und ein maximales Drehmoment von 450 Nm. Vier Turbolader sorgen im Sechszylinder-Diesel des BMW X5 M50d für eine Spitzenleistung von 400 PS (294 kW) und 760 Nm Drehmoment. Ein weiterer Reihensechszylinder-Diesel kommt im BMW X5 xDrive30d zum Einsatz. Er erzeugt eine Leistung von 265 PS (195 kW) und ein maximales Drehmoment von 620 Nm.

Die äußere Erscheinung bleibt nicht nur imposant, sie legt auch noch zu: beim Radstand um 42 mm auf 2975 mm, bei der Länge um 36 mm auf 4,93 Meter, bei der Höhe um 19 Millimeter auf 1,75 Meter und bei der Breite um 66 mm auf 2,04 Meter. Bei der üblichen Breite von Baustellen-Spuren von 2,10 Metern muss der M5 also rechts zwischen die Lkw, denn die Außenspiegel-Außenkanten zählen für die Polizei mit zur Breite. Mal sehen, welche Fahrer des respektablen Groß-BMW sich wirklich daran halten.

Optionale dritte Sitzreihe

BMW X5 30d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Welch stattliche Erscheinung der Bayer mit amerikanischen Wurzeln – er wird in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina gebaut – wirklich darstellt, wird schon beim Einsteigen spürbar, mit der Größe des Schritts, den man beim Einsteigen bewältigen muss. Übrigens: Wem diese Hürde zu hoch ist, dem kommt die Karosserie dank absenkender Luftfeder beim Einsteigen und auch beim Beladen ein bisschen entgegen.

Wer oben Platz genommen hat, kann nicht nur den erwartet guten Überblick genießen, sondern auch großzügige Platz- und Raumverhältnisse, außerdem das exklusive Ambiente. Zu den Neuerungen fürs Wohlbefinden an Bord gehören Multifunktionssitze, kühl- und beheizbare Cupholder, das Panorama-Glasdach, das dynamische Konzept für die Innenraumbeleuchtung, das Bowers & Wilkins Diamond Surround Sound System mit 1500 Watt, das Fond-Entertainment Professional mit 10,2 Zoll großen Touch-Displays und Glas-Applikationen für ausgewählte Bedienelemente, besonders auffällig am Wählhebel der Automatik. Wer eine dritte Sitzreihe mitbestellt hat, kann sieben Personen mitnehmen. Die Lehne der zweiten Reihe lässt sich im Verhältnis 40 : 20 : 40 umklappen, was das Gepäckraumvolumen von 650 auf bis zu 1860 Liter erweitert. Anhänger dürfen bis zu 3,5 Tonnen schwer sein.

Eine Menge an Technik und Assistenzsystemen

BMW X5 30d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Der X5 kann also nicht nur eine angenehme Atmosphäre verbreiten; er kann auch arbeiten, wobei er besonders seinem Fahrer mit gutem Design und feiner digitaler Bildschirmtechnik ein hochmodernes Cockpit anbietet. Das neue BMW Operating System 7.0 bringt eine klare Struktur sowie individualisierbare Anzeigen, die darauf ausgerichtet sind, dem Fahrer immer die passenden Informationen zur richtigen Zeit zu liefern. Das Cockpit umfasst ein Instrumentenkombi und ein Control-Display mit einer Größe von jeweils 12,3 Zoll. Zur Bedienung kann der Fahrer wahlweise die Lenkradtasten, den iDrive-Controller, das Touch-Display sowie die Sprach- und die Gestensteuerung nutzen. Allein das System 7.0 und die begleitenden Apps können so viel, dass jeder Neue sich ein Wochenende Zeit nehmen sollte, um alles zu lernen und für seine eigenen Bedürfnisse und die seiner Lieben einzustellen. Das kann ihm die Technik nicht, aber vielleicht ein hilfreicher Händler abnehmen.

In anderen Bereichen steht sie in Sachen Komfort und Sicherheit dem Fahrer mit vielen Assistenzsystemen zur Seite. Die optionale Zweiachs-Luftfederung, die Integral-Aktivlenkung mit Hinterachslenkung, das bereits erwähnte Offroad-Paket steigern Vielseitigkeit, Dynamik und Komfort. Die wichtigsten Fahrerassistenzsysteme hat BMW im Driving Assistant Professional und mit dem Parkassistent Plus einschließlich Rückfahrassistent zusammengefasst. Unter anderem die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion, Lenk- und Spurführungsassistent, Spurwechsel- und Spurverlassenswarnung, Spurwechselassistent, Spurhalteassistent mit Seitenkollisionsschutz und Ausweichhilfe, Querverkehrs-, Vorfahrts- und Falschfahrwarnung angeboten. Der Parkassistent übernimmt nun neben dem Lenken auch das Beschleunigen und Bremsen. Ebenfalls neu: der Nothalteassistent, der das Fahrzeug bei einem medizinischen Notfall sicher zum Stehen bringt.

Allradantrieb xDrive wird effizienter und hinterradbetont

BMW X5 30d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Trotz der gebotenen Zurückhaltung will so viel Hochtechnik unter dem Blech präsentiert werden, so dass Kenner und Käufer den Neuen erkennen. Das auffälligste Merkmal an der Fahrzeugfront ist die große, von einem einteiligen Rahmen eingefasste BMW-Niere mit den angrenzenden LED-Scheinwerfern. In der Seitenansicht prägt die im Bereich der hinteren Tür ansteigende Charakterlinie das Erscheinungsbild. Sie betont die Schulterpartie und läuft in den weit in die Seitenpartie ragenden Heckleuchten aus. Die dreidimensionale Gestaltung ihrer Deckgläser verhilft den ebenfalls in LED-Technik ausgeführten Heckleuchten zu einer technischen Note. Eigenständige Designmerkmale für Exterieur und Interieur kennzeichnen die Modellvarianten xLine und M Sport. Optional werden erstmals für ein BMW-Modell 22 Zoll große Leichtmetallräder angeboten.

Die bedarfsgerechte Verteilung des Antriebsmoments zwischen den Vorder- und den Hinterrädern wird in der jüngsten Generation des Systems BMW xDrive effizienter und hinterradbetont gesteuert. In Verbindung mit der Ausstattungslinie M Sport beziehungsweise mit dem Offroad-Paket wird die sportliche Charakteristik von einer geregelten Differenzialsperre im Hinterachsgetriebe unterstützt. Mit zahlreichen Fahrwerkssystemen lassen sich Offroad-Performance, Sportlichkeit und Komfort des neuen BMW X5 gezielt optimieren. Serienmäßig ist das SAV jetzt mit der Dynamischen Dämpfer Control ausgestattet. Das Adaptive M-Fahrwerk Professional mit aktiver Wankstabilisierung bietet erstmals in einem X-Modell die Integral-Aktivlenkung. Die Zweiachs-Luftfederung erfüllt hohe Komfortansprüche und bietet auch die Möglichkeit, die Fahrzeughöhe um bis zu 80 Millimeter zu variieren.

Neuartige Rückwärts-Fahrfunktion

BMW X5 30d.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/BMW

Außerdem wird erstmals ein Offroad-Paket angeboten. Es umfasst eine weitere Taste zur Auswahl von vier Fahrmodi. So lassen sich die für das Fahren auf Sand, Fels, Schotter oder Schnee idealen Einstellungen für Fahrzeughöhe, xDrive System, Fahrpedalkennlinie und Getriebesteuerung sowie für die Regeleingriffe des Fahrstabilitätssystems DSC (Dynamische Stabilitäts Control) aktivieren.

Viel mehr als beim BMW X5 kann Technik heute kaum anbieten, um auf jedem Untergrund so schnell wie möglich „Land zu gewinnen“. Aber der Vortrieb ist nicht alles, sagten sich die Münchner und schufen eine neue Funktion fürs Rückwärtsfahren: Ein BMW X5 fährt die letzten 50 Meter, die er vorwärts fuhr, exakt rückwärts zurück. Das kann in engen Sackgassen sehr hilfreich sein. Auch wird so mancher X5-Besitzer froh sein, wenn er seinen Koloss wieder sicher aus der Garage bringt.

Technische Daten BMW X5 xDrive 30d Länge x Breite x Höhe (m) 4,92 x 2,04 x 1,75 Radstand (m) 2,98 Motor V6 Diesel, 2993 ccm Leistung 195 kW / 265 PS bei 4000 U/min Max. Drehmoment 620 Nm bei 2000 – 2500 U/min Höchstgeschwindigkeit 230 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 6,5 Sek. EU-Zyklus (Durchschnittsverbrauch) 6,8 – 6,0 l/100km CO2-Emissionen 179 – 158 g/km (Euro 6d-Temp) Luftwiderstandsbeiwert 0,31 Leergewicht / Zuladung min. 2110 kg / 770 kg Kofferraumvolumen 650 – 1860 Liter Räder / Reifen 8,5 J x 18 LM / 255/55 R 18 109W XL Wendekreis 12,6 m Böschungswinkel 25,2 Grad (v.) / 22,3 Grad (h.) Rampenwinkel 20,2 Grad Bodenfreiheit bei Leergewicht 214 mm Wattiefe 500 mm

Der Beitrag Vorstellung BMW X5: Der kann auch Gelände und rückwärts erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Lamborghini Huracan Spyder Erlkönig mit Facelift

Mo, 01/10/2018 - 12:17

Der italienischer Hersteller für automobile Träume und Supersportwagen Lamborghini verpasst dem Huracan gerade ein optisches wie technisches Facelift. Ende 2018, womöglich Anfang 2019 soll der aufgefrischte Huracan in den Verkauf kommen. Die in Deutschland geschossenen Schnappschüsse des Erlkönigs zeigen einen Spyder mit überarbeiteten Design und reichlich modifizierter sowie neuer Fahrzeugtechnik.

Lamborgini Huracan Spyder.
Copyright: Automedia.

Es halten sich Gerüchte, dass der Huracan die Allradlenkung aus dem Aventador S übernehmen wird. Dadurch könnte sich das Fahrverhalten bei geringer Geschwindigkeit verbessern und bei schneller Fahrweise für mehr Stabilität gesorgt werden. Allerdings steht noch nicht fest, ob diese Technologie Einzug im Huracan findet, denn die Chefetage ist gegenwärtig noch der Meinung, dass dieses Vorhaben nicht realisierbar sei.

Ein  48-Volt-Hybridantrieb ist für den Huracan vorgesehen. Die Komponenten dafür dürften aus dem Audi Q7 oder dem Bentley Bentayga stammen. Dazukommen adaptive Stabilisatoren oder Audi’s elektrische Drehdämpfer. Mehr Power liefert der 5.2-Liter V10-Saugmotor, schätzungsweise 650 PS. Lamborghini hält sich bei Leistungsangaben noch eher bedeckt.

Der Lamborghini Huracan wird in verschiedenen Varianten angeboten werden, wie einst sein Vorgänger, der Gallardo. So ist ein Supperleggera mit Hinterradantrieb durchaus vorstellbar.

Der Beitrag Lamborghini Huracan Spyder Erlkönig mit Facelift erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

PS: Ich liebe Dich – Sportwagen-Design der 1950er bis 1970er Jahre

Mo, 01/10/2018 - 10:29

Sie sind schnell, schön, exzentrisch und innovativ: die Sportwagen der 1950er bis 1970er Jahre. Präsentiert werden legendäre Sportwagen vom Museum Kunstpalast in Düsseldorf seit gestern und bis Sonntag, 10. Februar 2019.

Ein Augenschmaus für Oldtimer-Liebhaber

Ausstellung in Düsseldorf: PS – Ich liebe Dich.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Bernd Ahrens

Gezeigt werden Design-Ikonen wie der Mercedes-Benz 300 SL (1954), der Jaguar E-Type (1961) und der elegante Lancia Aurelia Spider (1954). Vorgestellt werden ebenfalls Kultfahrzeuge der 1960er Jahre wie der Lamborghini Miura und der Toyota GT 2000, eines der schönsten japanischen Modelle, das je produziert wurde. Weitere Schönheiten: Der BMW 507 Vorserien Prototyp, 1955, Designer: Albrecht Graf von Goertz, Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale (SS), Prototipo Bertone, 1957, Designer: Franco Scalglione und mehr.

Der Beitrag PS: Ich liebe Dich – Sportwagen-Design der 1950er bis 1970er Jahre erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Genesis G70: Eindrucksvoller Start

Mo, 01/10/2018 - 10:11

Der Trend zur Zweitmarke hält an: Citroën hat mit DS eine Linie für noble Fahrzeuge lanciert, Volvo positioniert sich mit Polestar bei den sportlichen und vollelektrischen Modellen, und sogar Seat versucht unter der Bezeichnung Cupra eine Positionierung nach oben. Jetzt hat sich Hyundai entschieden, den Angriff auf die Oberklasse mit einer eigenen Marke zu führen: Früher liefen die Spitzenmodelle als Hyundai Genesis, inzwischen ist Genesis zur Marke geworden.

Um 2020 soll Genesis nach Deutschland kommen

Genesis G70.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Genesis

Im Programm sind nicht nur Oberklasse-Limousinen: Die Koreaner beginnen eine Produktoffensive, die auch SUV-Modelle umfassen wird. Jetzt wurde in den USA die Sportlimousine G70 vorgestellt: Mit relativ kompakten Ausmaßen und leistungsstarken Motoren zielt sie direkt auf Audi A4, BMW 3er und die C-Klasse von Mercedes-Benz.

Mit deutlich erkennbaren Heckantriebs-Proportionen unterstreicht der G70 schon visuell seinen sportlichen Anspruch. Die Flächen sind muskulös gewölbt, der Kühlergrill prominent hervorgehoben. Insgesamt bleibt die Formensprache aber konventionell: Dieser Genesis wurde sichtbar noch entworfen, bevor die neue Designmannschaft unter Führung von Luc Donckerwolke ihre Arbeit aufgenommen hat.

Auch das Interieur zeichnet sich durch eine eher konventionelle Formensprache aus: Die Armaturentafel ist klassisch gezeichnet, der nach oben ragende Zentralbildschirm erinnert an BMW-Modelle der letzten Generation.

Das Interieur ist liebevoll verarbeitet

Genesis G70.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Genesis

Es steckt voller eleganter Details. So ist der Haken für Jacken als solider Metallknopf ausgebildet, und die Getränkehalter sind mit einem eleganten Metallrahmen umgeben. Die von uns gefahrene Version glänzte zudem mit einer hellen Innenausstattung und einem Mikrofaser-Dachhimmel. Das klangstarke Audio-System kommt von der Marke Lexicon.

Es gehört zu den ungewöhnlichen Aspekten des Genesis G70, dass er nicht nur mit einem Acht-Gang-Automatikgetriebe, sondern auch mit einer klassischen Handschaltung zu bekommen ist. Damit positioniert er sich als ernsthafte Sportlimousine und hebt sich positiv von der deutschen Premium-Konkurrenz ab, die offenbar von der Obsession getrieben wird, ihrer Kundschaft den Handschalter auszutreiben.

Einstiegsmotorisierung ist ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo

Genesis G70.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Genesis

Er leistet in Verbindung mit der sauber und schnell schaltenden Automatik 256 PS (188 kW); mit Sechs-Gang-Handschaltung leistet die Maschine 259 PS (190 kW). Das genügt für eine Spitze von 240 km/h. Der Vierzylinder agiert praktisch ohne Turbo-Loch, dreht sauber bis an den Begrenzer hoch, und er harmoniert hervorragend sowohl mit dem Automaten als auch mit dem knackigen, perfekt abgestimmten Schaltgetriebe.

Während sich der vierzylindrige G70 durch spielerische Leichtfüßigkeit auszeichnet, wird er mit dem 3,3-Liter-V6-Turbo zum echten Sportgerät. Auch wenn mancher Kunde sich vor allem aus Prestigegründen für diese Motorisierung entscheiden wird: 370 PS (272 kW) Spitzenleistung, ein Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden und eine Spitze von stolzen 269 km/h positionieren diesen G70 im Konkurrenzumfeld weit oben.

Sowohl Vier- als auch Sechszylinder sind mit Hinterrad- oder Allradantrieb zu bekommen

Genesis G70.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Genesis

Das Allrad-System verteilt die Kraft variabel; zwischen 40 und 90 Prozent der Kraft können auf die Hinterachse übertragen werden. Die steife Fahrzeugarchitektur und das straffe Fahrwerk sind perfekt für einen sportlichen Fahrstil ausgelegt; bei den Testfahrten auf abgesperrter Piste zeigt sich die Handschrift von Entwickler Albert Biermann, der früher bei der BMW M GmbH wirkte. Die in den sportlichen Varianten eingesetzten Brembo-Bremsen beißen kräftig zu, bei den sportlich ausgelegten Vierzylinder gibt es ein Sperrdifferential. Die Fahrwerksabstimmung ist der jeweiligen Ausstattungsvariante perfekt angepasst.

Die Preise für den G70 beginnen in den USA bei 34 900 Dollar (ca. 30 200 Euro) und reichen bis zu 52 250 Dollar (ca. 45 400 Euro); im Konkurrenzumfeld ist das ein attraktives Angebot. Mit dem sportlichen Ansatz und technisch perfekter Umsetzung besetzen die Koreaner eine wichtige Lücke im Markt. Jetzt fehlt nur noch eine umfassende Modellpalette mit elegant-futuristischer Formensprache. Zum Marktstart in Europa wird auch dieses Thema gelöst sein.

Daten Genesis G70 3.3 T AWD Länge x Breite x Höhe (m) 4,67 x 1,85 x 1,40 Radstand (m) 2,84 Motor V6-Benziner, 3342 ccm, Biturbo, Direkteinspritzung Leistung 272 kW / 370 PS bei 6000 U/min Max. Drehmoment 705 Nm bei 1300 – 4500 U/min Höchstgeschwindigkeit 269 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 4,7 Sek. Durchschnittsverbrauch ca. 10 l/100 km Leergewicht 1753 kg Kofferraumvolumen ca. 300 Liter Wendekreis 11,4 m Räder / Reifen 8,0 J x 18 / 225/45 R 18 Luftwiderstandsbeiwert 0,28 Preis in Europa derzeit nicht angeboten

 

Der Beitrag Genesis G70: Eindrucksvoller Start erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Mazda MX-5: Bald 30 Jahre und kein bisschen weise

So, 30/09/2018 - 07:32

Es gibt Autos, die begleiten einen Motorjournalisten durch sein gesamtes Berufsleben. Bei Älteren sind das zum Beispiel der Käfer oder der Defender, bei Jüngeren auf jeden Fall auch der Mazda MX-5. Bei so manchem Kollegen wird der seine Karriere als Traumwagen fürs Jungsredakteurs-Gehalt begonnen haben, bei anderen zählt er zu den beliebtesten Spielzeugen. Seit bald 30 Jahren hält sich der kleine Roadster aus Japan in den Herzen, jetzt kommt er in seiner neuesten Version, dem Jahrgang 2019. Der erste MX-5 kam 1989 in den USA auf den Markt.

Mittlerweile hat Mazda seinen Roadster mehr als eine Million mal verkauft

Mazda MX-5 RF.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Klein, leicht, flott motorisiert, wendig und flink wie ein Wiesel, wenn es um die Kurven ging – mit solchen Go-Gart-Eigenschaften und seinem italienisch anmutenden Design erweckte er 1990 auch in Deutschland eine verschollen geglaubte Fahrzeugklasse zu neuem Leben, die einst Triumph, Spitfires und MG und andere kleine Engländer beherrscht hatten. Aber im Gegensatz zu denen, die eher das Autobastler- als das Fahrerherz erfreuten, rollte der MX-5 mit japanischer Qualität und Zuverlässigkeit auf den europäischen Markt und wurde hier begrüßt wie ein lange vermisster Freund.

Und bezahlbar war er auch. Deswegen war es wenig verwunderlich, dass junge Leute – erstaunlich viele Frauen – sich für einen MX-5 entschieden. Um Spitzenfahrleistungen ging es beim MX-5 nie. Der Golf-Fahrer, der einen überholte, mochte Triumph empfinden. Ein MX-5-Fahrer hatte für solche Gefühle nur ein müdes Lächeln übrig – oder ein glückliches, wenn er mit offenem Verdeck die Gegend nach Kurven absuchte.

Höchstgeschwindigkeit überlässt auch der neue MX-5 gern den anderen

Mazda MX-5 RF.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Selbst in seiner stärksten Version mit dem Zwei-Liter-Vierzylinder hält er mit 6,5 Sekunden für den Spurt von auf 100 km/h und seiner Höchstgeschwindigkeit von knapp 220 km/h deutlichen Abstand zu Sportwagen. Seinen Insassen bietet er andere Erlebnisse: Da ist das Gleiten, tief über dem Asphalt und unter offenem Himmel, vom Stoffverdeck freigegeben nach nur einem Handgriff vom Fahrersitz aus. Heute wählen mehr als 40 Prozent den MX-5 in der RF-Version, mit einem elektrisch nach hinten verschwindenden dreiteiligen festen Dach. In beiden Versionen ist das Go-Kart-Gefühl zuhause, wenn der Kleine von seinem Heck sanft und sicher ausschwingend in die Kurven drängt und der Motor ihn mit hohen Drehzahlen wieder zur nächsten Biegung treibt, natürlich alles handgeschaltet. So war es früher. Jetzt gibt es die RF-Variante auch mit einer Sechs-Gang-Automatik. Doch nur vier von 100 MX-5-Käufern entscheiden sich fürs Automatische.

Die anderen haben es lieber puristischer. Mit dem extrem kurzen Knüppel durch die sechs Gänge zu knacken, gehört für sie ebenso zum Vergnügen wie der Umgang mit der direkten und präzis arbeitenden Lenkung, die jede Menge von der Straße zu berichten weiß. Der Fahrer weiß jederzeit, was sein Roadster an Eingaben braucht und wie er ihn bei Laune hält. Doch trotz des sprichwörtlichen Go-Kart-Fahrverhaltens und der direkten Rückkopplung der Lenkung bleibt der Roadster nett zum Rückgrat. Er verhält sich straff, aber nicht hart.

Das Cockpit ist reifer geworden

Mazda MX-5.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Aber die gekonnte Innenraumgestaltung in sportlich schwarzer Optik mit klassischen Rundinstrumenten mit guten Materialien in guter Verarbeitung nimmt der Insasse von heute ebenso gern hin. Bei diesem „Go-Kart“ ist inzwischen auch Luxus zu hause und eine Elektronik, die jede Lage im Griff hat – wenn nötig. Der aktuelle MX-5 wirkt erwachsener und passt zu den gehobenen Ansprüchen unserer Tage. Wer sein kleines Lenkrad mit dem dicken Lederkranz (jetzt in Höhe und Länge einstellbar) in die Hand nimmt und sich in dem bescheidenen Raumangebot für Fahrer und Beifahrer umschaut, der spürt, er sitzt in einem sicheren Auto. Doch nicht nur die Sportsitze werden ihn schließlich dazu verleiten, die Fähigkeiten auszuloten.

Mazda MX-5.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Der Weg bis zur Grenze – der persönlichen oder der physikalischen – ist weit, und er kann so schön sein. Um den Beweis dafür anzutreten, zeigte Mazda den MX-5 des Jahrgangs 2019 jetzt auf der Gebirgsstraße Transfagarasan in Rumänien, die sich 151 Kilometer weit durch die Fagaras-Gebirgsgruppe in den Südkarpaten zieht und Siebenbürgen (Transsilvanien) mit der Walachei verbindet. Sie wird als eine der schönsten Straßen der Welt bezeichnet. Eine der besten ist sie jedenfalls nicht. Da konnte sich die Federung stundenlang beweisen.

Trotz knackiger Fahrweise, bleibt der Verbrauch überschaubar

Mazda MX-5 RF.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Diese noch vom letzten rumänischen Diktator Ceausescus gebaute Militärstraße berührt einen mehr als die technischen Änderungen und optischen Retuschen am neuen Jahrgang: Der größere 2,0-Liter Skyactiv-G Benziner leistet nun 24 PS mehr als sein Vorgänger, nämlich 184 PS. Beim 1,5-Liter Skyactiv-G Benziner beträgt die Leistung nun 132 PS. Im Verbrauch halten sich die beiden Motoren – gemessen nach dem neuen WLTP-Verfahren – zurück. Der Zweiliter kommt im Schnitt mit 6,9 Litern auf 100 km aus, der kleinere Vierzylinder mit 6,3 Litern. Unser Verbrauch auf den rund 400 Kilometern von Sibiu über die Bergstraße und zurück maß der Bordcomputer mit genau sieben Litern. Beide Motoren arbeiten ohne Benzin-Partikelfilter. Innermotorische Maßnahmen reichen aus bei diesem Konzept mit der ungewöhnlich hohen Verdichtung von 13:1 und dem hohen Drehzahlniveau von maximal 7500 Umdrehungen pro Minute (U/min) beim Zweiliter und für Abgaswerte nach Euro 6d-TEMP.

Mazda MX-5 RF.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Mazda

Natürlich gibt es auch bei den Komfort- und Sicherheitssystemen ebenso Fortschritte wie bei der Konnektivität. Das gehört sich so bei jeder Modellpflege, wirkt aber in nur wenigen Autos mit Ikonencharakter überflüssiger als im MX-5, dem Luxus-Puristen. Doch auch der gönnt sich und seinen Käufern inzwischen natürlich auch hochwertige Ausstattungsvarianten und damit auch ein breites Preisspektrum. Es beginnt beim 1,5-Liter Benziner in der einfachsten Ausstattung „Prime“ für 22 900 Euro und endet beim Zweiliter in der besten Ausstattung Sportline für 30 890 Euro inklusive Automatikgetriebe, das es nur für den Zweiliter-Motor in der RF-Variante gibt. Dazwischen liegen die Varianten „Center-Line“ und „Exclusive-Line“. Zur Illustration des Spielraums beim Ankreuzen der Bestellung: Die Sports-Line enthält Matrix-LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Assistent, einen Spurwechsel-Assistenten, Ausparkhilfe, schlüsselloses Zugangssystem, einen Soundgenerator für die Auspuffanlage, ein Bose-Soundsystem und Mazda-Navi.

Der MX-5 büßt nichts bei Fahrspaß ein

Mazda MX-5.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Diese Aufzählung klingt so, als habe der Trend zur kompletten Absicherung auch den MX-5 überrollt. Wir fanden: Er fühlt sich immer noch so an wie der alte – klein, leicht, flott motorisiert, wendig und flink wie ein Wiesel, aber eben auch gediegener und erwachsener.

Dieser Roadster bietet ein Genuss-Niveau, dass sich jeder einmal gönnen können sollte, allerdings – wenn es geht allein. Mazda gibt ein Leergewicht von 1105 kg ohne Fahrer und eine maximale Zuladung von 230 kg. Rechnen wir einmal das Fahrzeuggewicht nach der DIN-Norm, dann kommen 68 kg für den Fahrer, 8 kg für Gepäck und rund 40 kg für die in der Norm vorgesehen 90 Prozent Treibstoff im Tank dazu. Das Leergewicht nach DIN beträgt also 1225 kg. Wenn wir einen Jockey als Fahrer voraussetzen, bleiben also noch 110 kg für den vollen Tank, den Beifahrer und das Gepäck in den 130 Liter Kofferraum – wenn der Fahrer nicht zunimmt.

Das Problem der geringen Zuladung findet sich bei vielen Sportwagen, manchmal noch extremer. Doch bei diesem Mazda fällt es leicht, Nachsicht zu üben. Denn der aktuelle MX-5 ist der leichteste seit 1989. Das ist heutzutage zumindest ein dickes Lob wert. Der Mensch, der wie der Autor das Jockey-Gewicht längst hinter sich gelassen, muss sich eben gut überlegen, wen er als Sozius oder Sozia an Bord lässt.

Daten Mazda MX-5 RF Skyactiv-G184 i-Loop Sports Line änge x Breite x Höhe (m) 3,92 x 1,74 (mit Spiegeln 1,92) x 1,23 Radstand (m) 2,31 Motor R4-Benziner, 1998 ccm, Skyactiv, i-Loop Verdichtung 13 Leistung 135 kW / 184 PS bei 7500 U/min Max. Drehmoment 205 Nm bei 4000 U/min Höchstgeschwindigkeit 219 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 6,5 Sek. WLTP-Durchschnittsverbrauch 6,9 Liter CO2-Emissionen (WLTP) 155 g/km (Euro 6d-TEMP) Effizienzklasse F Leergewicht (ohne Fahrer) / Zuladung min. 1105 kg / max. 230 kg Kofferraumvolumen 130 Liter Wendekreis 10,4 m Räder / Bereifung 7 J x 17 / 205/45 R 17 84W Basispreis 30 890 Euro

Der Beitrag Mazda MX-5: Bald 30 Jahre und kein bisschen weise erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Auch Byton nun Partner von Bosch beim Elektroauto

Sa, 29/09/2018 - 08:53

Byton, neu im Spiel als Entwickler und Hersteller von Elektroautos, und die Bosch-Gruppe haben heute in Düsseldorf eine strategische Kooperation für die Bereiche Antriebsstrang-, Bremssystem- und Fahrerassistenzsysteme vereinbart. Der Gouverneur der Provinz Jiangsu, Wu Zhenglong, der Generalkonsul des chinesischen Generalkonsulats in Düsseldorf, Feng Haiyang, und der Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Lutz Lienenkaemper, nahmen an der Unterzeichnungs-Zeremonie im Rahmen des Jiangsu-NRW-Deutschlandforums für Öffnung, Innovation und Zusammenarbeit teil.

Byton ist international aufgestellt

Dr. Carsten Breitfeld (r.), CEO und Co-Gründer von Byton, begleitete zusammen mit Dr. Daniel Kirchert, President und ebenfalls Co-Gründer, den Roll-out der ersten Testautos in der Prototypenfertigung in Nanjing.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Byton

Byton war bei dem Jiangsu-NRW-Deutschlandforum der einzige Elektroautohersteller, der eingeladen worden war, um die Region Jiangsu zu repräsentieren. Das selbstbewusste Unternehmen entwickelt Elektrofahrzeuge mit Premium-Anspruch. Mit neuen Ansätzen für eine intelligente, sichere, komfortable und ökologische Mobilität will Byton punkten.

Bytons internationale Zentrale sowie die Produktions-, Entwicklungs- und Forschungszentren liegen in Nanjing, China, das Designentwicklungszentrum für Prototypen und Konzeptfahrzeuge in München. Im Silicon Valley im US-Bundesstaat Kalifornien wird ein Entwicklungszentrum betrieben. Zusätzliche Büros für Vertrieb, Marketing, Design und Investor Relations betreibt Byton in Peking, Shanghai und Hongkong. Die Finanzierung steht, auch mit Hilfe des strategischen Partners, des chinesischen Automobilherstellers FAW.

Regelmäßige Technologietransfers geplant

Byton K-Byte Concept.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Byton

Das Kernteam von Byton besteht aus einem Experten-Team aus China, Europa und den USA mit Management-Erfahrungen aus Positionen in Unternehmen wie BMW, Tesla, Google oder Apple. Ihr Know-how umfasst Fahrzeugdesign, Automobiltechnik und -fertigung, Elektroantrieb, intelligente Konnektivität, autonomes Fahren, Nutzerschnittstellen und Supply-Chain-Management. Carsten Breitfeld, CEO und Mitbegründer von Byton sagte: „Wir sind davon überzeugt, dass Bosch durch die enorme Automotivkompetenz zu einem der wichtigsten Partner von Byton wird.“ Breitfeld sieht sein Unternehmen als Innovator der Branche. Die Partnerschaft mit Bosch werde es beiden Seiten ermöglichen, Ressourcen zu teilen, Vorteile zu nutzen und Geschäftsinnovation voranzutreiben, um den Kunden Produkte mit hoher Qualität zu einem optimalen Preis anzubieten, sagte Breitfeld.

Daniel Kirchert, Präsident und Mitbegründer von Byton, unterstreicht die Rolle, die das Unternehmen übernehmen will, wenn er sagt: „Die Automobilindustrie durchläuft grundlegende Veränderungen wie etwa Elektrifizierung oder Digitalisierung. Sowohl China als auch Deutschland stehen an der Spitze dieser Entwicklung.“ Als in China verwurzelte internationale Marke nutze das Unternehmen weltweit Talente und Technologieressourcen. Dazu werden Byton und Bosch regelmäßig Technologietransfers mit dem Ziel durchführen, einen branchenführenden Verarbeitungs- und Qualitätsstandard aufzubauen. Beide Unternehmen werden Plattformen einrichten und in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel Markenwerbung, Produktmarketing, Technologieförderung, Qualitäts-Training, Kundendienst und Personalschulung intensiv zusammenarbeiten.

Bosch setzt Fokus in China auf lokale Fertigung und Entwicklung

Byton M-Byte (links) und K-Byte Concept.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Byton

Byton bereitet sich derzeit auf die Massenproduktion vor. Die Prototypenfertigung wurde offiziell am 1. April dieses Jahres in Betrieb genommen. Die Produktionshallen für Stanzen, Lackieren, Schweißen, Montage und Batteriefertigung werden bis Ende dieses Jahres gebaut sein. Im August 2018 hatte das Unternehmen den ersten fahrbaren Engineering-Prototypen auf die Straße gebracht. Im vierten Quartal 2019 soll das erste Serienmodell, basierend auf dem Premium-SUV-Konzept Byton M-Byte Concept, auf den Markt kommen. Es wird in der Fabrik in Nanjing, Jiangsu, hergestellt und soll weltweit verkauft werden. Inzwischen erlebte im Juni 2018 auf der CES Asia die Konzeptstudie Byton K-Byte Concept – eine sportliche Limousine – ihren ersten öffentlichen Auftritt.

Für Bosch steht in China die lokale Fertigung sowie Forschung und Entwicklung im Fokus. Insgesamt flossen in den vergangenen zehn Jahren mehr als 4,8 Milliarden Euro in die chinesischen Bosch-Standorte. Allein 2017 waren es knapp 840 Millionen Euro. In Wuxi entsteht die weltweit erste Produktionsstätte für 48-Volt-Batterien in Elektroautos. Im November 2018 soll in Nanjing der erste iBooster-Produktionsstandort von Bosch im asiatisch-pazifischen Raum an den Start gehen. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der zweite Bauabschnitt des Werks für Automobilelektronik in Wujin, Changzhou, fertiggestellt. Zudem ist für 2018 die Eröffnung eines Artificial Intelligence Centers in China geplant.

Der Beitrag Auch Byton nun Partner von Bosch beim Elektroauto erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Mercedes-AMG GT 63 S: Er sprengt das Segment

Sa, 29/09/2018 - 07:26

Sie war der Hingucker schlechthin auf dem Genfer Salon 2017: Eine in glühendem Rot lackierte Studie von Mercedes-AMG, die als viertürige Interpretation des Sportwagens GT annonciert wurde. Schnell war klar: Das Auto geht in Serie. Und klar war dem Kenner auch, dass es sich zwar um eine Ergänzung der GT-Baureihe handelt, tatsächlich jedoch die Architektur der E-Klasse als technische Basis dient. Präziser gesagt: des Mercedes-AMG E 63. Bessere Gene kann man sich kaum wünschen, wenn neben Hochleistung auch ein sinnvolles Maß an Alltagstauglichkeit treten soll.

Eine Faszination, der sich kaum jemand entziehen dürfte

Mercedes-AMG GT 63.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Allerdings haben sich die AMG-Entwickler von der technischen Basis noch einmal deutlich entfernt. Die Struktur des viertürigen AMG GT zeichnet sich durch Leichtbau und extreme Steifigkeit aus. Neben Stahl setzt AMG Aluminium- und Kohlefaser-Elemente ein. Die Laderaummulde besteht aus Kohlefaser-Verbundstoff, zwischen Rücksitzen und Kofferraum sitzt zur Versteifung eine Kohlefaser-Rückwand, auf die allerdings zu Lasten der ultimativen Performance verzichten muss, wer sich für die umlegbare Rücksitzbank entscheidet.

Die Form eines Automobils ist zwar Geschmackssache, doch es dürfte kaum jemanden geben, der sich der Faszination des zugleich muskulösen und hocheleganten GT-Viertürers entziehen kann. Besonders eindrucksvoll wirkt er mit der glatten 21-Zoll-Felge im retrofuturistischen Fünfloch-Aerodesign; verwunderlich ist indes, dass es gegen Aufpreis kein Panorama-Glasdach, sondern nur ein normales Schiebedach gibt.

Der Motor agiert leichtfüßig und seidenweich

Mercedes-AMG GT 63.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Der viertürige GT ist perfekt proportioniert, das Prestigemaß zwischen Frontscheibe und Vorderachse unterstreicht seinen Hinterradantrieb. Die große und lange Haube muss sein, schließlich sitzen im Vorderwagen keine blassen Downsizing-Maschinen, sondern – je nach Variante – ein Sechszylinder-Reihenmotor oder ein V8.

Den neuentwickelten 3,0-Liter-Sechszylinder gibt es in zwei Leistungsstufen: als GT 43 mit 367 PS (270 kW) oder als GT 53 mit 435 PS (320 kW). In beiden Fällen wird ein Starter-Generator verbaut, der nicht nur für einen lautlosen und vibrationsfreien Start sorgt, sondern auch bis zu 22 zusätzliche PS aufbieten kann. Die Laufkultur eines Sechszylinder-Aggregats, dessen Zylinder in Reihe angeordnet sind, ist unübertroffen. Der Motor agiert leichtfüßig und seidenweich, die Fahrleistungen genügen hohen Ansprüchen: Der 43er sprintet in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Spitze liegt bei abgeregelten 270 km/h; der 53er schafft den Sprint in 4,5 Sekunden und regelt bei 285 km/h ab.

Mercedes-AMG nutzt Diesel-Marktlücke nicht aus

Mercedes-AMG GT 63.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Doch es geht noch mehr, und zwar in Form eines 4,0-Liter-V8-Biturbo-Aggregats, das ebenfalls an einen Neun-Gang-Automaten gekoppelt ist und beim GT 63 585 PS (430 kW) leistet, beim GT 63 S sogar unglaubliche 639 PS (470 kW). Hier wird der Standardspurt in 3,4 bzw. 3,2 Sekunden absolviert, der Abregler tritt erst bei 310 bzw. 315 km/h gebieterisch in Aktion. Und weil der aggressive und klangstarke Achtzylinder so unerbittlich antritt, müssen diese Werte – eine freie Autobahn vorausgesetzt – keineswegs blanke Theorie bleiben.

Und so schrumpfen die Distanzen, unterbrochen allenfalls von regelmäßigen Tankstopps. Dass die angekündigte Plug-in-Hybrid-Variante mit gut 800 PS daran etwas ändern wird, darf bezweifelt werden. Doch sie wird – wegen der fragwürdigen Zertifizierungsmethoden für elektrifizierte Automobile – ihren Beitrag leisten und ihre Erfüllung darin finden, die Emissionsbilanz zu frisieren. Günstige Realverbräuche wären wohl nur mit einem Diesel zu erreichen, doch ein Selbstzünder ist derzeit leider nicht geplant – obwohl Porsche mit der Streichung des Panamera Diesel diese Marktlücke weit geöffnet hat.

Nicht ganz unbekannt wirkendes Cockpit

Mercedes-AMG GT 63.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Egal welcher Motor eingebaut ist: Das Handling des viertürigen GT ist sensationell, gerade in Anbetracht der mehr als zwei Tonnen Leergewicht. Der Allradantrieb ist deutlich hecklastig ausgelegt. Auf der Rennstrecke lässt sich dieser Viertürer wie ein Supersportwagen dirigieren, per Lastwechsel in die Kurve führen und am Kurvenausgang brutal nach vorne peitschen. Es gibt einen elektrisch ausfahrbaren oder einen feststehenden, mechanisch verstellbaren Heckspoiler; der feststehende Spoiler erhöht den Abtrieb nochmals deutlich und dient damit der Fahrstabilität im obersten Geschwindigkeitsbereich.

Das Cockpit wirkt nicht ganz unbekannt, und tatsächlich übernimmt Mercedes-AMG für den viertürigen GT die obere Hälfte von der E-Klasse, inklusive der neuesten Telematik- und Infotainment-Systeme. Die untere Hälfte wird dominiert von einer Neuinterpretation der GT-Mittelkonsole, nunmehr ausgeprägt in Form eines NACA-Lufteinlasses mit digitalen, berührungsempfindlichen Schaltflächen.

Auch als Chaffeurslimousine geeignet

Mercedes-AMG GT 63.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Das Platzangebot ist vorn und hinten sehr gut, der viertürige GT eignet sich durchaus zur Chauffeurslimousine – genau wie der Porsche Panamera und anders als der geradezu Klaustrophobie auslösende Aston Martin Rapide.

Mercedes-Benz hat das Genre der viertürigen Coupés mit dem CLS erfunden. Der viertürige GT ist nun trotz vergleichbarer technischer Basis deutlich teurer, und zwar beim 53er um rund 20 000 Euro. Nur der GT 43 unterschreitet die Grenze zur Sechsstelligkeit: 95 260 Euro müssen für dieses Einstiegsmodell den Besitzer wechseln, der GT 53 bereits kostet 109 183 Euro. Wenn es acht Zylinder sein sollen, werden für den GT 63 mindestens 150 119 Euro fällig, und der GT 63 S erfordert mit 167 017 Euro einen weiteren Aufschlag.

An die Spitze gerückt

Aber der AMG GT ist eigentlich auch kein viertüriges Coupé mehr, sondern ein viertüriger Supersportwagen. Wie die Konkurrenz darauf reagiert, bleibt abzuwarten: Der Audi A7 ist in der neuen Modellgeneration näher an den A6 gerückt als bisher, während BMW den Nachfolger des 6er Gran Coupé als 8er Gran Coupé bezeichnet – ohne die Produkteigenschaften grundlegend zu verändern. Der viertürige AMG GT ist an die Spitze gerückt.

Technische Daten Mercedes-AMG GT 63 S Länge x Breite x Höhe (m) 5,05 x 1,87 x 1,44 Radstand (m) 2,95 Motor V8-Benziner, 3982 ccm, Biturbo, Direkteinspritzung Leistung 470 kW / 639 PS bei 5500 – 6500 U/min Max. Drehmoment 900 Nm bei 2500 – 4500 U/min Höchstgeschwindigkeit 315 km/h (abgeregelt) Beschleunigung 0 auf 100 km/h 3,2 Sek. ECE-Durchschnittsverbrauch 11,3 Liter Effizienzklasse F CO2-Emissionen 257 g/km (Euro 6d Temp) Leergewicht / Zuladung 2120 kg / 440 kg Kofferraumvolumen 461 Liter Max. Anhängelast 2100 kg Wendekreis 12,6 m Räder / Reifen 9,5 J x 20 / 265/40 ZR 20 vorn, 11,5 J x 20 / 295/35 ZR 20 hinten Preis 167 017 Euro

Der Beitrag Mercedes-AMG GT 63 S: Er sprengt das Segment erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Jeep Grand Cherokee: Der Klassen-Gründer ist reif, nicht alt

Fr, 28/09/2018 - 08:00

Das war schon ein mächtiger Aufschlag 1992, mit dem Jeep damals die Geburtsstunde eines Bestsellers in spe inszenierte: Robert A. „Bob“ Lutz, seinerzeit Chrysler-Chef, lenkte den Debütanten geradewegs über die Treppe und durch eine Glasscheibe hindurch in die Hallen des Detroiter Cobo-Centers, wo er anlässlich der North American International Autoshow seine Premiere feierte: Der Jeep Grand Cherokee. Voriges Jahr beging der Pionier aller Luxus-SUV seinen 25. Jahrestag, nach der jüngsten Auffrischung gehört er zu jener Gattung im Segment, auf die noch am ehesten der Begriff Geländewagen zutrifft.

Der Grand Cherokee folgt amerikanischen Vorlieben

Jeep Grand Cherokee.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Michael Kirchberger

4,88 Meter lang und knapp 1,94 Meter breit stellt sich der Grand Cherokee bei Jeep souverän an die Spitze der Modellpalette. Sein Gewand ist weltoffen geschneidert, er taugt für die Kraxeltour auf anspruchsvollem Terrain ebenso wie zur Vorfahrt vorm Fünf-Sterne-Hotel. Der Innenraum folgt amerikanischen Vorlieben, opulente Formen, weiche Verkleidungen und eine Raumausnutzung, die selbst im mittleren Westen für Kopfschütteln sorgen würde, zeugen von dick aufgetragenem Selbstbewusstsein. Darben muss wegen Platzmangels an Bord niemand, allenfalls der mittlere Sitz auf der Rückbank ist aufgrund der eher konvex als konkav ausgeformten Fläche für manchen zweite Wahl. Trotzdem geht Raumwunder anders. Dass auf fast fünf Metern Fahrzeuglänge 782 Liter in den Kofferraum passen, ist noch mehr als angemessen. Das maximale Ladevolumen von 1554 Liter enttäuscht dagegen, andere packen größere Batzen. Die Heckklappe öffnet und schließt bei allen Versionen des Grand Cherokee elektrisch angetrieben.

Die Ausstattung der 73 200 Euro kostenden Spitzenversion Summit ist umfangreich und ebenso komfortabel wie sicherheitsfördernd. Lederbezüge der Sitze gehören dazu, ebenso wie deren Beheizung und Kühlung. Beides muss jedoch umständlich über die Menüs des berührungssensitiven, 8,4 Zoll großen Farbmonitors eingestellt werden, die elektrische Verstellmöglichkeit der bequemen Sessel funktioniert herkömmlich über seitliche Tasten. An Bord finden sich beim Summit außerdem ein Soundsystem von Harman-Kardon mit 825 Watt Musikleistung und aktiver Geräuschunterdrückung sowie 19 Lautsprechern und eine vielzählige Riege aktueller Assistenzsysteme. Ebenfalls ohne Mehrpreis mit von der Partie ist die Einbindungssoftware von Apple Carplay und Android Auto. Vorne leuchten Bi-Xenon-Scheinwerfer in die Nacht, hinten gibt sich diese Version des Grand Cherokee an abgeflachten Auspuff-Endrohren zu erkennen.

Auf jedem Untergrund gut zu manövrieren

Jeep Grand Cherokee.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Michael Kirchberger

Ein Druck auf den Start-Knopf, schon erwacht der Drei-Liter-V6 zum Leben, er stellt auf diesem Ausstattungsniveau die Basismotorisierung dar. Der Diesel leistet 250 PS (184 kW) und bringt es auf 570 Newtonmeter Drehmoment bei 2000 Umdrehungen in der Minute. Die gibt eine gemeinsam mit ZF entwickelte Acht-Stufen-Automatik an die Räder weiter, sehr sanft und auch in Sportstellung tut sie das ohne übertriebene Hektik, denkt mit und wechselt die Übersetzungen dann, wenn es der Fahrsituation wirklich angemessen ist. Gerade in Gefällestrecken bleibt so die Bremswirkung des Motors nicht aus, vor allem jene, die tatsächlich ins Gelände gehen, schätzen diese Eigenschaften. Zusätzlich lässt sich das Bergabtempo auf Schrittgeschwindigkeit oder auch etwas mehr limitieren, der Grand Cherokee pirscht so sehr trittsicher durch die Jagdgründe und beweist vorzügliche Off-Road-Eigenschaften.

Hierbei kommen seine Traktionssysteme ins Spiel. Verschiedene Bodenbeschaffenheiten, ob Sand oder Geröll, Matsch oder Schnee werden von der Terrain-Select-Programmierung berücksichtigt. Besonders hilfreich ist die elektronische Differenzialsperre für die Hinterachse, mit ihr lässt sich die Zugkraft gerade auf schlüpfrigem Untergrund wesentlich erhöhen. Außerdem kann die Bodenfreiheit an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden. Die Quadra-Lift-Luftfederung erlaubt das Anheben der Karosserie von 23 auf 28 Zentimeter, das reicht, um das Aufsetzen des Unterbodens auf ausgefahrenen Wegen zu verhindern. Wer Komfort sucht, kann den Grand Cherokee nach dem Abstellen per Knopfdruck auch in die Knie zwingen. Dann sinkt die Bodenfreiheit auf 18 Zentimeter, das erleichtert den Ausstieg spürbar. Die Wat-Tiefe liegt bei etwas mehr als einem halben Meter, für manchen angesichts zunehmender Unwetter-Gefahr und damit verbundenen Überflutungen in Zukunft vielleicht ein gewichtiges Argument.

Hoher Komfort, sanfte Federung und niedriges Geräuschniveau

Jeep Grand Cherokee.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/FCA

Mit einem solchen kann er außerdem Gespannfahrer überzeugen. 3,5 Tonnen Anhängelast sind gestattet, zusammen mit der formidablen Traktion taugt der Jeep für Anhänger mit Pferde-Duo, respektable Motor- und Segelboote oder Luxuswohnwagen. Einen Anhängerassistenten gibt es jedoch nicht, bei Seitenwind oder Überholen von Lastwagen muss der Fahrer auf die Spurstabilität achten und kann sich nicht auf elektronische Helfer verlassen. Einzig das ESP behütet beim Aufschaukeln vor Schäden.

Die Motorisierung ist trotz der zunehmenden Diesel-Ächtung der perfekte Antrieb. Durchzugsstark und halbwegs sparsam macht er den Grand Cherokee bis zu 202 km/h schnell und beschleunigt bis zu 2,52 Tonnen Leergewicht in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Daran ändert sich nicht viel, wenn die Fuhre voll beladen ist, maximal darf der Off-Roader fast drei Tonnen auf die Waage bringen. Der Treibstoffkonsum bei gemischtem Einsatz übertrifft den Normwert von sieben Litern zwar und pendelt sich im Durchschnitt bei 8,6 Litern Diesel ein, was aber in Einklang mit Masse und Fahrleistungen liegt. Zur Abgasreinigung ist ein SCR-Katalysator an Bord, die Harnstoffeinspritzung senkt den Stickoxid-Ausstoß. Der Jeep befördert seine Passagiere mit hohem Komfort, verwöhnt trotz seiner Geländetauglichkeit mit einer sanften Federung und niedrigem Geräuschniveau. Einzig die Wankbewegungen der Karosserie kann auch die Luftfederung nicht gänzlich ausgleichen, dabei erinnert der Grand Cherokee immer noch an die frühen Vertreter dieser Klasse.

Nur für echte Off-Roader

Jeep Grand Cherokee.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Michael Kirchberger

Seine Daseinsberechtigung bekommt dieser Jeep bei allen, die Platz, Traktion und gute Off-Road-Tauglichkeit verlangen. Für jene, die den Asphalt nicht verlassen, ist er zu schwer, zu durstig und zu groß. Ihnen seien die schlankeren SUV-Vertreter empfohlen, die, vorzugsweise mit Frontantrieb ausgerüstet, ein zurückhaltenderes Konsumverhalten an den Tag legen. Denn bei 93,5 Liter Tankinhalt fällt die Rechnung nach dem kompletten Auffüllen in Zeiten steigender Treibstoffpreise satt dreistellig aus.

Technische Daten Jeep Grand Cherokee 3.0l V6 Multijet Länge x Breite x Höhe (m) 4,88 x 1,94 x 1,79 Radstand (m) 2,92 Motor V6, 2987 ccm Leistung 184 kW / 250 PS bei 3600 U/min Max. Drehmoment 570 Nm bei 2000 U/min Höchstgeschwindigkeit 202 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 8,2 Sek. ECE-Durchschnittsverbrauch) 7,0 Liter Effizienzklasse B CO2-Emissionen 184 g/km (Euro 6) Leergewicht / Zuladung min. 2522 kg / 427 kg Kofferraumvolumen 782–1554 Liter Bereifung 265/50 R20 Böschungswinkel 35,5 Grad (v.) / 29,5 Grad (h.) Rampenwinkel 23,5 Grad Bodenfreiheit 231 mm Wartungsintervall 20 000 km / 1 Jahr Preis 73 200 Euro

Der Beitrag Jeep Grand Cherokee: Der Klassen-Gründer ist reif, nicht alt erschien zuerst auf Magazin von auto.de.